Covid-19 Infothek

Hinweise, Links und Handlungsempfehlungen.
Bitte sendet uns Eure Ergänzungsvorschläge und Tipps zu, sodass wir alle auf einem aktuellen Wissensstand sind.

Information zu den aktuellen Covid19-Regeln im Freistaat Sachsen

Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vom 22. März hat das Kabinett die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung angepasst. Die neue Verordnung gilt vom 1. April bis Ablauf des 18. April 2021. 

Familie und Freunde (Kontaktbeschränkungen)

Grundsätzlich gilt:

  • Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf das absolut nötige Minimum reduzieren
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen halten


Erlaubt sind (in der Öffentlichkeit und privat):

  • Zusammenkünfte mit Personen des eigenen Hausstandes und eines weiteren Hausstandes
  • Treffen mit nur einem weiteren Hausstand (max. 5 Personen)
  • Kindern unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt.


Empfehlungen:

  • regelmäßige Händehygiene
  • Vermeidung des Hand-Gesicht-Kontakts
  • regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen
  • Nutzung der Corona-Warn-App
  • Verzicht auf Reisen, Besuche und Einkäufe (vor allem wenn Landes- oder Bundesgrenze überschritten würden)
  • Verzicht auf Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr
  • Angebot von Home-Office-Lösungen oder mobiles Arbeiten

Geschlossene/verbotene Einrichtungen und Angebote

  • Aus- und Fortbildungseinrichtungen (Ausnahme von Schulungen zur Pandemiebekämpfung, Durchführung von unaufschiebbaren Prüfungen im Bereich der berufsbezogenen, schulischen oder akademischen Aus- und Fortbildung sowie der Hochschulen)
  • Integrationskurse
  • Fahrschulen, Bootsschulen, Flugschulen (Ausnahme für Fahrschulen ab 1. März, sofern der Unterricht, die praktische Ausbildung und die Prüfung berufsbedingt erforderlich sind)
  • Freibäder, Hallenbäder, Kurbäder, Therme (Ausnahme für Rehabilitationseinrichtungen)
  • Dampfbäder, Dampfsaunen, Saunen, Solarien und Sonnenstudios
  • Fitnessstudios (Ausnahme für medizinisch notwendige Behandlungen)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Freizeit-, Vergnügungsparks
  • Volksfeste, Jahrmärkte, Wintermärkte, Spezialmärkte
  • Diskotheken, Tanzstätten
  • Messen, Tagungen und Kongresse
  • Musikschulen und Musikunterricht durch freiberufliche Musikpädagogen (Ausnahme für Einzelunterricht für Personen, die 2021 ein Musikstudium aufnehmen wollen, die vor einer für die weitere musikalische Ausbildung ausschlaggebenden Prüfung stehen oder die im Jahr 2021 an internationalen oder nationalen Wettbewerben teilnehmen wollen)
  • Volkshochschulen
  • Kinos
  • Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, Musiktheater
  • Clubs und Musikclubs 
  • Bibliotheken (Ausnahme für Medienausleihe, Fachbibliotheken, Bibliotheken der Hochschulen, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek, Deutsche Nationalbibliothek)
  • Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ohne pädagogische Betreuung
  • Zirkusse
  • Prostitutionsstätten, Prostitutionsveranstaltungen, Prostitutionsvermittlungen, Prostitutionsfahrzeuge
  • sonstige Veranstaltungen, Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung und Unterhaltung dienen
  • Betriebe im Bereich der körpernahen Dienstleistung (z. B. Friseur, Kosmetik- oder Tattoostudio; Ausnahme für medizinisch notwendige Behandlungen) 
  • Busreisen, Schulfahrten


Neu: Landkreise und Kreisfreie Städte erhalten jedoch ab dem 6. April 2021 die Möglichkeit zur inzidenzunabhängigen Öffnung von click-and-meet-Angeboten, Zoos, Tier- und botanischen Gärten sowie Museen, Galerien oder Gedenkstätten, wenn die maximale Bettenkapazität von 1300 Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten auf Normalstation nicht erreicht ist. Damit verbindet sich zusätzlich zu den bisherigen Bestimmungen die Auflage, dass Kunden und Besucher zur Nutzung ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen müssen. Die entsprechenden Angebote sind zugleich nicht mehr Bestandteil der Rückfallregelung. Im Rückfallmechanismus entfällt die verschärfte Kontaktbeschränkung: es gilt auch bei entsprechender mehrtägiger Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 weiterhin, dass max. zwei Hausstände und höchstens fünf Personen zusammenkommen dürfen, wobei Kinder unter 15 nicht gezählt werden. 


Alle aufgelisteten Einrichtungen und Angebote können trotz der Schließung/des Verbots Onlineangebote zur Verfügung stellen.

Neu: Betriebsinhaber und Beschäftigte u.a. in Betrieben für körpernahe Dienstleistungen, Fahrschulen und Musikschulen müssen sich künftig zweimal wöchentlich testen oder testen lassen. Kunden und Besucher benötigen einen tagesaktuellen Test. Dies gilt ebenfalls für Kunden von Friseuren, nicht aber für medizinisch notwendigen körpernahen Dienstleistungen.

Modellprojekte bedürfen zwingend einer wissenschaftlichen Begleitung. Die Genehmigung eines solchen landesbedeutsamen Vorhabens obliegt dem jeweiligen Landkreis bzw. der Kreisfreien Stadt, welche jedoch zuvor das Einvernehmen mit dem Sächsischen Datenschutzbeauftragten, dem Staatsministerium für Kultur und Tourismus und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt herzustellen hat. Modellprojekte sind nicht zulässig, wenn die maximale Bettenkapazität überschritten ist. 

Mund-Nasen-Bedeckung

Hier gilt die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes:

  • im öffentlichen Raum, wo sich Menschen begegnen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi, ...)
  • in Geschäften und Läden sowie auf Parkplätzen davor
  • in Arztpraxen und Kliniken (Ausnahme im Behandlungsraum sowie für stationäre Patienten am Sitzplatz beim Essen und auf ihren Zimmern)
  • für Beschäftigte im ambulanten Pflegedienst bei Ausübung der Pflege
  • in Arbeits- und Betriebsstätten (außer am Arbeitsplatz bei Einhaltung des Mindestabstands)
  • in öffentlich zugänglichen Räumen mit regelmäßigem Publikumsverkehr (z. B. Einkaufszentren, Banken, Gastronomie mit Abholservice, Aus- und Fortbildungseinrichtungen)
  • vor Schulen und Kitas
  • in Schulen mit folgenden Ausnahmen (Beispiele): bei Einhaltung des Mindestabstands sowie beim Essen und Trinken 
  • an Haltestellen und in Bahnhöfen
  • auf Flächen, die dem Sport und Spiel gewidmet sind (Ausnahme für Kinder unter zehn Jahren)
  • auf Wochenmärkten und an Außenverkaufsständen (6 bis 24 Uhr)
  • bei Friseuren und Fußpflegen (für Kunden und Dienstleister)
  • in Kraftfahrzeugen, die mit Personen aus unterschiedlichen Hausständen besetzt sind


Hier gilt die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken:


  • für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste
  • beim Besuch von Tagespflegeeinrichtungen
  • für richterliche Anhörungen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi, ...)
  • in Geschäften und Läden


Ausnahmen:

  • bei der "Fortbewegung ohne Verweilen" (z. B. Radfahren) und sportlicher Betätigung
  • für Kinder unter sechs Jahren
  • für Menschen mit Behinderung, die nicht zum Masketragen in der Lage sind
  • für Personal ohne Kundenkontakt oder wenn andere Schutzmaßnahmen existieren
  • Befreiung durch ein ärztliches Attest


Bei Verstößen droht ein Bußgeld.

 Bis 18. April 2021 ist in Sachsen die Öffnung und der Betrieb von Übernachtungsangeboten untersagt. Ausnahmen bestehen nur für Übernachtungen aus notwendigen beruflichen, schulischen, medizinischen oder sozialen Anlässen.

Grundsätzlich wird dringend empfohlen, auf Reisen, Besuche und Einkäufe zu verzichten, insbesondere soweit diese mit einem Übertreten der Landesgrenze des Freistaates Sachsen oder der Bundesgrenze verbunden sind. 

Information zu geplanten Theateröffnungen

Theater, Konzert- und Opernhäusern könnten bald unter Auflagen wieder Publikum zulassen. Ihre Öffnung ist im dritten Teil eines Fünf-Schritte-Planes vorgesehen.

Frühestens könnten die Bühnen diesem zufolge ab dem 22. März 2021 wieder Publikum zulassen, also zwei Wochen nach Beginn des dritten Öffnungsschritts, der Lockerungen für Einzelhandel, Museen und Sport vorsieht. Voraussetzung für eine Öffnung der Theater ist, dass die Siebentagesinzidenz in einem Land oder einer Region zuvor vierzehn Tage lang bei unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen liegt. Erst dann sind Zuschauer:innen zugelassen. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 ist zudem das Vorzeigen eines tagesaktuellen Selbsttests Bedingung für den Theaterbesuch. Bei einer Inzidenz von unter 50 ist kein Test erforderlich, bei einem Wert über 100 müssen Theater wieder schließen.

Information zur Beantragung der Neustarthilfe

Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona Krise betroffen sind, können ab sofort einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. 

Diese Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

  • Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. 
  • Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. 
  • Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. 
  • Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. 
  • Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.
  • Antragsberechtigt sind Soloselbständige gestartet, die als natürliche Personen selbständig tätig sind.
  • Antragstellungen für Soloselbständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, starten in Kürze, teilen die verantwortlichen Bundesstellen mit.
  • Die Antragstellung endet am 31. August 2021.


 Die Neustarthilfe ist branchenübergreifend. Voraussetzung für deren Anspruch ist, dass man für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 mit mindestens 50% Umsatzeinbußen rechnet, die durch Covid19 begründet sind. Hier ist vorsichtiges Kalkulieren angesagt, denn eventuell muss man später etwas zurückzahlen. Man sollte den Durchschnittsumsatz von 2019 als Referenz nehmen und diesen auf 7 Monate runterrechnen. Dabei ist es nicht wichtig, wie hoch die Umsätze waren, solange man mehr als 50% Einkommen aus der Selbstständigkeit bezieht. 

November- und Dezemberhilfe

 Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützt Unternehmen, Selbständige und Vereine, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind.
 Für die Dauer der Schließungen im November bzw. Dezember 2020 erhalten Betroffene einen einmaligen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November beziehungsweise Dezember 2019. NEU: Die zulässige Förderhöhe und Nachweispflichten sind abhängig vom Umsatz im November bzw. Dezember 2019 und von der gewählten Beihilferegelung.
Die Antragsstellung erfolgt entweder direkt oder über prüfende Dritte.

Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden:

Hinweis: Unternehmen, die bundesweit erst ab Mitte Dezember 2020 schließen mussten sind nicht antragsberechtigt. Sie sollten eine Antragstellung auf Überbrückungshilfe prüfen.

Höhen der Hilfen

Für die November- und Dezemberhilfe sind dies 75% vom Umsatz des Vorkrisenzeitraums. Soloselbstständige ohne Steuerberater:in erhalten hier maximal 5.000€.

Als Vergleichszeitraum für Soloselbstständige wird entweder der November 2019 oder der Jahresdurchschnitt des Umsatzes 2019 herangezogen.

Auszahlung der Novemberhilfe

In einem ersten Schritt wird es zunächst Abschlagszahlungen auf die beantragte Summe geben. Das Verfahren für die reguläre Auszahlung der Novemberhilfen wird derzeit noch vorbereitet und soll nach Angaben des Bundesfinanzministeriums direkt im Anschluss an die Abschlagzahlungen starten. Ein weiterer Antrag ist dafür jedoch nicht nötig.

Direkte Betroffenheit

Als direkt betroffen gilt alles, was im Beschluss zum Lockdown light unter 5. als "Institutionen und Einrichtungen der Freizeitgestaltung" zugeordnet ist:

www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/videokonferenz-der-bundeskanzlerin-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-am-28-oktober-2020-1805248.

 

Indirekte Betroffenheit

Indirekt Betroffene sind antragsberechtigt, wenn sie regelmäßig 80% ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen, oder die regelmäßig 80% ihrer Umsätze durch Lieferung und Leistungen im Auftrag von Unternehmen, die direkt von den Maßnahmen betroffen sind, über Dritte erzielen, wie Tontechniker:innen oder Beleuchter:innen. Diese müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80% erleiden. 



Information zur Überbrückungshilfe III

Seit dem 10. Februar 2021 können besonders von der COVID19-Krise betroffene Unternehmen Überbrückungshilfe III beantragen. Die Entscheidung der Bundesländer über die Anträge und die reguläre Auszahlung erfolgt nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ab März 2021. Die Überbrückungshilfe III soll Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler:innen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, unterstützen. Es handelt sich Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe III deckt den Zeitraum November 2020 bis Ende Juni 2021 ab – eventuelle Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für die Monate November und Dezember 2020 werden – wie auch andere Leistungen – angerechnet. 

Die vorherige Überbrückungshilfe II lief bis zum 31.12.2020. Sie wurde als überarbeitete Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 vereinfacht, erweitert und erhöht.

Information zur Novemberhilfe und zur Neustarthilfe der Überbrückungshilfe III

Man muss nicht Mitglied in der KSK sein, um die Hilfen zu beantragen.

 

Möglichkeit der Beantragung beider Hilfen

Das ist möglich. Für die Novemberhilfe kann man als Soloselbstsändige:r bis zu 5.000€ ohne Steuerberater:in beantragen, und dann nochmal 5.000€ Neustarthilfe von Dezember 2020 bis Juni 2021, auch wenn man nur 50% Umsatzausfall zu erwarten hat.

Aber: Neustarthilfe und Novemberhilfe sind Erstattung der pauschalierten Betriebskosten. Das schließt aus, dass man andere Hilfen zu den Betriebskosten erhält - etwa Überbrückungshilfe II beantragt hat. 

 

Versteuerung der Hilfen

Die Hilfen müssen versteuert werden und sind auch krankenversicherungspflichtig.

 

Zugang von Berufsanfänger:innen zu diesen Hilfen

Wenn man erst kürzlich selbständig geworden ist, kann man bei der Novemberhilfe auch den Umsatz vom Oktober 2020 heranziehen oder den Umsatzdurchschnitt seit Beginn der Selbstständigkeit. 

Bei der Neustarthilfe kann man die beiden Monate vor der Krise (Januar/Februar 2020) heranziehen - oder auch das dritte Quartal 2020 (also vom 01. Juli bis zum 30. September 2020). Wer in dem jeweiligen Zeitraum mehr als 50% Umsatz als Selbstständige:r hatte, kann beantragen.

 

Anrechnung anderer Leistungen zu diesen Hilfen

Auf die Novemberhilfe werden andere Leistungen angerechnet, wie Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfe II. 

Unklar ist, ob Stipendien angerechnet werden. 

ALG I ist keine Sozialleistung, daher ist davon auszugehen, dass es auf die Neustarthilfe angerechnet wird. 

Die Neustarthilfe wird jedoch nicht auf Sozialleistungen wie die Grundsicherung angerechnet. D.h. wer ALG II bezieht, bekommt die Hilfe vermutlich. 

 

Anrechnung von Nebenverdiensten zu diesen Hilfen 

Zusätzliche Umsätze bis 25% werden nicht angerechnet. Alles, was darüber hinausgeht, wird abgezogen. Das heißt: Man darf insgesamt maximal 100% vom vorherigen Jahr bekommen bzw. vom Vergleichszeitraum, Hilfen und eigene Einkünfte zusammengenommen. 

Bei der Neustarthilfe bekommt man maximal 25% und darf bis zu 50% verdienen. D.h. wenn man 50% verdient und 25% Hilfe obendrauf bekommt, wäre man damit bei 75%. Wenn man 50-70% des Vergleichszeitraumes verdient, muss man ein Viertel zurückbezahlen von den 25% (bzw. maximal 5.000€). Verdient man 70-80%, muss man die Hälfte zurückzahlen, bei 80-90% Dreiviertel, bei über 90% des Vorjahresumsatzes muss man die Hilfe komplett zurückzahlen.

Einkünfte aus Nebenjobs gelten als normaler Umsatz.

 

Solo-Selbstständige:r ohne Betriebskosten 

Bei der Soforthilfe war ein Gebrauch des Geldes für eigene Lebenserhaltungskosten in den meisten Bundesländern nicht möglich. Bei der Novemberhilfe ist das anders. Diese kann auch für Lebenshaltungskosten genutzt werden. Ebenso bei der Neustarthilfe. Auskunft gibt dieser Link: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

 

Verlängerung von Arbeitslosengeld I 

Das am 15.05.2020 beschlossene Sozialschutzpaket II enthält eine automatische Verlängerung des ALG I um 3 Monate. Danach kommt, nach aktuellem Stand, regulär ALG II. 
(Link: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2020-29-befristete-verlaengerung-arbeitslosengeld-weiterbewilligung-automatisch)

 

Aussetzung der Vermögensprüfung bei Hartz IV-Beantragung

Der Beschluss dazu wird voraussichtlich Ende November gefasst (Link: https://www.haufe.de/sozialwesen/sgb-recht-kommunal/grundsicherung-neuregelungen-in-der-corona-krise_238_513046.html)

„Wer im Zeitraum bis zum März 2021 einen Antrag auf Hartz-IV-Leistungen stellt, dem oder der werden vom Jobcenter für ein halbes Jahr die Wohnkosten erstattet, egal wie hoch. Alleinstehende dürfen bis zu 60.000 Euro an Vermögen besitzen. Wer selbstständig und nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung ist, darf für jedes Jahr an Selbstständigkeit nochmal 8.000 Euro Vermögensfreibetrag draufschlagen. Selbstständige Versicherte über die KSK (Künstlersozialkasse) haben diesen Freibetrag übrigens nicht, weil sie ja in die Rentenkasse einzahlen.“, heißt es dazu in der taz (Link: https://taz.de/Hartz-IV-in-Coronazeiten/!5723965/)

Information von Ver.di zur Berechnung der Neustarthilfe

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat umfangreiche Informationen zur Neustarthilfe zusammengestellt. Außerdem steht an dieser Stelle ein Excel-Rechner zur individuellen Berechnung der Neustarthilfe zur Verfügung. Damit lässt sich schnell prüfen, ob und welche Hilfe jeweils zu erwarten ist. 

Information über das vom sächsischen Kabinett beschlossene Hilfspaket für den Kulturbereich

Der Freistaat Sachsen hat entschieden, das Soforthilfe-Zuschuss-Programm „Härtfälle Kultur“ zu verlängern. Demnach können Anträge auf Liquiditätshilfe für das Jahr 2020 noch bis zum 31.12.2020 bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden. Fortgesetzt wird das Programm dann im gesamten Jahr 2021. Anträge auf Liquiditätshilfe für das Jahr 2021 können im Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 20.11.2021 bei der SAB gestellt werden. Außerdem wird das Programm erweitert. Zuwendungen können nun auch Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Kunst und Musik (z. B. Theater oder Musik-Clubs) erhalten, die im Haupterwerb Einzelunternehmer:innen oder selbständige Angehörige der Freien Berufe sind. Voraussetzung ist, dass der Betrieb einer kulturellen Spielstätte der hauptsächliche Unternehmenszweck ist, die Spielstätte mindestens 24 kulturelle und zugleich öffentlich zugängliche Veranstaltungen pro Jahr vorweisen kann und die Spielstätte eine Platzkapazität von höchstens 2.000 Besucher/-innen besitzt. Antragsstellungen seitens der von Einzelpersonen betriebenen Spielstätten sind voraussichtlich ab dem 23.11.2020 bei der SAB möglich. 
Mit der Richtlinie „Corona – Härtefälle Kultur“ werden freie Träger im Bereich Kunst und Kultur in der Corona-Pandemie unterstützt. Der Zuschuss dient der Überbrückung finanzieller Engpässe, die während der Corona-Pandemie im Verlauf des Jahres 2020 bzw. ggf. in 2021 entstehen und die Existenz des Trägers/-in bedrohen. Geltend gemacht werden können coronabedingte Mindereinnahmen (Einnahmeausfälle) und zusätzliche Betriebsausgaben, die im Zuge der Pandemie entstanden sind. Zu beachten ist, dass ein Zuschuss ggf. mit der November-Hilfe des Bundes verrechnet werden würde. 
Bei Problemen mit der Antragstellung können sich die Träger an die Beratungs-Hotline der SAB wenden (Tel. 0351/4910-1100; Mo-Fr 7:00 - 18:00 Uhr, Sa 12:00 - 18:00 Uhr).

Information zu Neustart Kultur: Privattheater

Die rund 200 künstlerisch selbst produzierenden Privattheater in Deutschland erhalten in der Corona-Krise finanzielle Förderung von bis zu 30 Millionen Euro. Viele Theater müssten unter den Hygiene- und Abstandsregeln erhebliche Einnahmeausfälle hinnehmen. Gefördert werden bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss kann maximal 140.000 Euro betragen. Anträge können bis zum 31. März 2021gestellt werden. Projektträger ist der Deutsche Bühnenverein. Fördervoraussetzung ist, dass die Antragstellenden nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und einen regelmäßigen Spielbetrieb über mindestens zwei Spielzeiten vorweisen können oder in der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins geführt werden.

VERLÄNGERTE ANTRAGSFRIST: 30. April 2021

Information zu Neustart Kultur: Initiative Musik

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt angesichts der Corona-Krise Veranstalterinnen und Veranstalter von Musikfestivals und Livemusik-Programmen aller Genres mit bis zu 80 Millionen Euro aus ihrem Etat. Die Fördermittel sind Teil des Rettungs- und Zukunftspakets NEUSTART KULTUR. Dort sind insgesamt rund 150 Millionen Euro für die Musikbranche vorgesehen. Weitere Hilfs- und Fördermaßnahmen für Clubs und Livemusik-Spielstätten, Musikverlage und den Musikfachhandel sind geplant.
Musikfestivals können durch das Förderprogramm bis zu 250.000 Euro erhalten, Veranstalterinnen und Veranstalter von Livemusik-Programmen bis zu 800.000 Euro. Die Fördermittel dienen vor allem der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Auch alternative, pandemiegerechte Kulturerlebnisse sowie nachhaltige und barrierefreie Livemusik-Formate
 
Antragsfrist 31. Mai 2021

Bundesförderung für corona-gerechten Um- und Ausbau von raumlufttechnischen Anlagen

Seit dem 02. April kann die  „Bundesförderung Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ nach den neuen Richtlinien beantragt werden. Insgesamt stehen hierfür 500 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung. Die Förderung sieht Zuschüsse für die Um- und Aufrüstung stationärer raumlufttechnischen (RLT) Anlagen vor, die dem Ziel dienen, den Infektionsschutz zu erhöhen. Die Förderung soll nun bis zu 80 Prozent (vorher 40 %) der förderfähigen Ausgaben betragen, die bei 200.000 Euro (vorher 100.000 €) gedeckelt sind. Gefördert werden RLT-Anlagen in Gebäuden und Versammlungsstätten von Ländern und Kommunen sowie von Trägern, die überwiegend öffentlich finanziert werden und nicht wirtschaftlich tätig sind.
 Die Berechtigung zur Antragsstellung wurde ab dem 02. April 2021 erweitert. Antragsberechtigt sind jetzt beispielsweise auch ausgewählte private Einrichtungen (z. B. Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeeinrichtungen). 

Eine Antragstellung wird bis Ende 2021 möglich sein. 

Information zur Förderung digitaler Projekte im Rahmen von „So geht Sächsisch“

Die Kampagne „So geht sächsisch“ sucht Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen, die ihre Projekte im digitalen Raum veröffentlichen und die kulturelle Vielfalt im Internet steigern wollen. Ausgewählten Projekte können eine Förderung unter anderem für Aufwandentschädigungen, Künstlerhonorare und Ausgaben für Künstlersozialabgaben erhalten. Dafür stehen 2 Mio. Euro aus dem Corona-Bewältigungsfonds Sachsen zur Verfügung. Eingereicht werden können digitale Projekte, die Social Media-tauglich sind und einen Bezug zu Sachsen haben. Die Auswahl der Projekte erfolgt in Abstimmung zwischen der Sächsischen Staatskanzlei, dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und ggf. der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Stipendiaten des Denkzeit-Stipendiums der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen können sich auf diese Förderung allerdings nicht bewerben. 

Information zum Kleinprojektefonds für Kunst- und Kulturprojekte im ländlichen Raum  


Mit 750.000 Euro werden kleinere Kunst- und Kulturprojekte mit Fördersummen von 500 bis 5.000 Euro gefördert. Der Fonds richtet sich vorrangig an Initiativen in den ländlichen Regionen Sachsens und soll in der gegenwärtigen Situation vor allem dabei unterstützen, das kulturelle Leben vor Ort wieder anzukurbeln. Anträge können bei der Kulturstiftung eingereicht werden. 

Ergebnis unserer Befragung zu genutzten Covid19-Hilfsmaßnahmen

Künstler:innen der Freien Szenen in Sachsen sehen sich durch die Covid-19-Pandemie existenziell gefährdet. Das ergibt unsere Umfrage, die bis Ende Juli 2020 stattfand. 
Die Hälfte der Befragten verzeichnet durch geringere Honorare und weniger Aufträge hohe finanzielle Einbußen. 42 Prozent erhält derzeit gar keine Honorare oder Aufträge.

Die Hilfsmaßnahmen vom Bund und Freistaat Sachsen greifen durchaus: Die Hälfte der Befragten gab an, Soforthilfen des Bundes oder des Freistaates Sachsen beantragt oder in Anspruch genommen zu haben. Stipendien vom Bund, vom Freistaat Sachsen und der Kommunen beantragten oder erhielten 46 Prozent der Befragten, Soforthilfe-Programme der Kommunen beantragten oder nutzten 29 Prozent, während 3 Prozent Kredite aufnahmen. 28 Prozent beantragten staatliche Sozialleistungen. 25 Prozent nahmen finanzielle Hilfe aus dem Familienkreis in Anspruch.

Die Befürchtung, dass sehr viele freie Theatermacher:innen in Hartz IV abgedrängt würden, scheint sich zumindest bei den an der Umfrage Teilnehmenden nicht zu bestätigen. Die Zukunftsaussichten seien jedoch von Verunsicherung geprägt: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, in nächster Zeit finanzielle Unterstützung beantragen zu wollen, da ihre Auftraggeber:innen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten durch die Covid-19-Pandemie in ihrem Fortbestand gefährdet seien. 57 Prozent können derzeit Aufgaben ihrer Tätigkeiten nur sehr stark eingeschränkt ausführen. Bei 37 Prozent der Befragten ruht ihre berufliche Tätigkeit gegenwärtig sogar. 52 Prozent befürchtet, dass sie selber oder ihre Kolleg:innen in den freien darstellenden Künsten ihren derzeitigen Job verlieren werden. Beteiligt haben sich an der Umfrage 93 freie Theatermacher:innen aus allen Regionen des Freistaates Sachsen.

Ergebnis unserer Befragung freier Künstler:innen, freier Ensembles und Theaterhäuser 

Wir haben in unserer Umfrage den Verlust von Eintrittsgeldern, gecancelten Gastspielen, abgesagten künstlerischen Projekten und verlorenen Einnahmen durch nun fehlende Angebote in der kulturellen Bildung abgefragt. Beteiligt haben sich an unserer Umfrage 187 Theater, Ensembles und Einzelkünstler:innen des Freistaat Sachsens. 

Zusammengerechnet muss festgestellt werden, dass bis zum 20. April 2020 der bei den Teilnehmer:innen an der Umfrage zu erwartende Gesamtverlust bei einer Million Euro liegen wird. Bis zum 30. Juni 2020 verlieren die an der Umfrage beteiligten sächsischen Künstler:innen bei einem Aufrechterhalten des Veranstaltungsverbotes sogar bis zu 2,4 Millionen Euro. 

Aufgrund der prekären Einkommensverhältnisse und der überwiegenden Solo-Selbstständigkeit mit keinerlei vertraglicher Absicherung und nur geringer öffentlicher Förderung schmerzen die durch die COVID19-Pandemie zu erwartenden Einnahme-Ausfälle sehr. Sie führen kurz- und mittelfristig mit dem zu erwartenden Übergang vieler Künstler:innen in Grundsicherung zwangsläufig zur Aufgabe der künstlerischen Tätigkeit und damit zum Verlust der zweiten Säule sächsischer Theaterkunst. 

Information zu einem Online-Seminar über Rechtsfragen

Das Protokoll zu einem Online-Seminar mit RA Sonja Laaser beantwortet viele Einzelanliegen, unter anderem die Frage nach der Anrechnung von Einkünften aus Ausfallhonoraren, der Grundsicherung und der Soforthilfen gegeneinander.

Information zur Versteuerung von Stipendien

Stipendien sind nicht sozialversicherungspflichtig, da diese gemäß § 3 Nr. 44 Einkommenssteuergesetz (EStG) steuerfrei sind. Die Förderung begründet kein Arbeitsverhältnis und stellt somit kein Entgelt im Sinne des § 14 SGB IV dar. Folglich unterliegt die Förderung nicht der Sozialversicherungspflicht.

Das Einkommensteuergesetz stellt Stipendienzahlungen steuerfrei, sofern gewisse Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Nach § 3 Nr. 44 EStG müssen die Zahlungen beispielsweise aus öffentlichen Mitteln stammen, zudem darf der Stipendiat nicht zu einer bestimmten Gegenleistung oder Arbeitnehmertätigkeit verpflichtet werden. Das Stipendium muss ferner der Förderung der Forschung bzw. der wissenschaftlichen oder künstlerischen Aus- oder Fortbildung dienen und darf einen angemessenen Betrag nicht übersteigen.

Informationen zu Entschädigungen bei Quarantäne für Selbstständige und Freiberufler:innen 

Nicht wenige Selbstständige fragen sich, was eigentlich passiert, wenn jemand sie anstecken sollte und das Gesundheitsamt eine Quarantäne anordnet. Nicht jede:r kann die Arbeit von zu Hause aus erledigen. Bleibt sie oder er dann auf dem resultierenden Verdienstausfall sitzen? Diese Frage beantwortete das SWR-Fernsehen: Bei Angestellten zahlt demnach in der Regel der oder die Arbeitgeber:in weiter. Diese:r wiederum kann sich das Geld im Nachhinein von den Behörden erstatten lassen. Aber laut SWR gehen auch Selbstständige und Freiberufler:innen nicht leer aus. Nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten erhalten auch sie den einen Verdienstausfall ersetzt. Dabei geht die zuständige Behörde von dem Gewinn aus, der im Steuerbescheid für das letzte Kalenderjahr festgestellt wurde.

In § 56 IfSG heißt es dazu:

(1) Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert wurden oder werden, bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen können.

(2) Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt, soweit der Verdienstausfall die für die gesetzliche Krankenversicherungspflicht maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

(3) Als Verdienstausfall gilt das Arbeitsentgelt (§ 14 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch), das dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit nach Abzug der Steuern und der Beiträge zur Sozialversicherung und zur Arbeitsförderung oder entsprechenden Aufwendungen zur sozialen Sicherung in angemessenem Umfang zusteht (Netto-Arbeitsentgelt). (…) Verbleibt dem Arbeitnehmer nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder bei Absonderung ein Teil des bisherigen Arbeitsentgelts, so gilt als Verdienstausfall der Unterschiedsbetrag zwischen dem in Satz 1 genannten Netto-Arbeitsentgelt und dem in dem auf die Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder der Absonderung folgenden Kalendermonat erzielten Netto-Arbeitsentgelt aus dem bisherigen Arbeitsverhältnis. Die Sätze 1 und 3 gelten für die Berechnung des Verdienstausfalls bei den in Heimarbeit Beschäftigten und bei Selbständigen entsprechend mit der Maßgabe, dass bei den in Heimarbeit Beschäftigten das im Durchschnitt des letzten Jahres vor Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder vor der Absonderung verdiente monatliche Arbeitsentgelt und bei Selbständigen ein Zwölftel des Arbeitseinkommens (§ 15 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch) aus der entschädigungspflichtigen Tätigkeit zugrunde zu legen ist.

(4) Bei einer Existenzgefährdung können den Entschädigungsberechtigten die während der Verdienstausfallzeiten entstehenden Mehraufwendungen auf Antrag in angemessenem Umfang von der zuständigen Behörde erstattet werden. Selbständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer einer Maßnahme nach Absatz 1 ruht, erhalten neben der Entschädigung nach den Absätzen 2 und 3 auf Antrag von der zuständigen Behörde Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

Natürlich ist man verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten. Wer auch im Homeoffice arbeiten kann, muss dies auch tun. (Wie das möglich ist, wenn auch kleine Kinder zuhause in Quarantäne sind, weil der Kindergarten geschlossen ist, beantwortet der SWR nicht.) Und: Es muss sich um eine offizielle Quarantäne handeln. Wer begründete Angst hat, sich möglicherweise angesteckt zu haben, sollte also nicht einfach zuhause bleiben und auf eine spätere Erstattung hoffen, sondern einen Arzt oder direkt das Gesundheitsamt konsultieren.

Informationen zu Absagen von Veranstaltungen wegen des Corona Virus mit der Begründung der höheren Gewalt

Unter höhere Gewalt wird im deutschen Recht ein Ereignis verstanden, auf welches keine:r der Beteiligten Einfluss hat, welche unvorhersehbar ist und auch nicht mit äußerster Sorgfalt verhindert werden kann. (Dazu zählen Krieg, Sturm, Terror, Epidemien, etc.). 

Bisher gibt es noch keine Gerichtsurteile zu der Frage, ob bzw. unter welchen Umständen es sich bei Absagen von Veranstaltungen wegen des Corona Virus um höhere Gewalt handelt. Soweit ersichtlich helfen die in der Vergangenheit von Gerichten zu dem Ausfall von Veranstaltungen wegen höherer Gewalt ergangenen Entscheidungen nicht bei der Klärung der Frage, in welchen Umständen das Corona Virus ein Fall von höherer Gewalt ist.

Bei der Frage, ob es sich bei der Absage einer Veranstaltung wegen des Corona Virus um höhere Gewalt handelt, sind grundsätzlich drei Konstellationen denkbar. Allerdings müssen in jedem Einzelfall die konkreten Umstände (vertragliche Konstellation etc.) beachtet werden.

1.      Öffentliche Warnung:

Sofern eine öffentliche Stelle, beispielsweise das zuständige Gesundheitsamt oder das Robert-Koch-Institut, eine Warnung für Veranstaltungen (beispielsweise über 1.000 Teilnehmer:innen) ausspricht, ist es zweifelhaft, ob höhere Gewalt vorliegt. Bei einer Absage der Veranstaltung auf Grundlage einer Warnung ist das Risiko für die Veranstalter:innen groß, dass die Künstler:innen/Gruppen ihre Honoraransprüche gegen die Veranstalter:innen durchsetzen können.

2.      Behördliche Untersagung:

Bei einer behördlichen Untersagung der Durchführung der Veranstaltung wird in der Regel ein Fall der höheren Gewalt vorliegen. (so derzeit bereits in Baden-Württemberg, Bayern und anderen Bundesländern für bestimmte Veranstaltungen geschehen). Sagt ein:e Veranstalter:in eine Veranstaltung wegen höherer Gewalt ab, entfällt in der Regel der Honoraranspruch aller Künstler:innen, die Leistungen bei der Veranstaltung erbringen sollen.

3.      Absagen ohne behördliche Untersagung

Sagt ein Veranstalter:in eine Veranstaltung ab, ohne dass höhere Gewalt vorliegt, muss er oder sie in der Regel das Honorar von Künstler:innen zahlen, die für die Veranstaltung gebucht wurden (vgl. §§649, 615 BGB). Künstler:innen müssen sich aber ersparte Aufwendungen, zusätzlich erhaltenes Honorar oder böswillig nicht zusätzlich erhaltenes Honorar anrechnen lassen. Das heißt, dass sich der Honoraranspruch der Künstler:innen reduziert. Ersparte Aufwendungen sind Reisekosten, die entgegen der ursprünglichen Honorarkalkulation doch nicht anfallen. Zusätzlich erhaltene Honorare sind Honorare, die Künstler:innen für Veranstaltungen erhalten, die sie statt der abgesagten Veranstaltung wahrnehmen. Haben Künstler:innen die Chance, eine andere Veranstaltung wahrzunehmen, unterlassen dies aber böswillig, so ist von dem ursprünglichen Honorar der Betrag abzuziehen, den die Künstler:innen für die andere Veranstaltung erhalten hätten. 

Informationen für mögliche Reaktionen bei einer Absage wegen des Corona-Virus

Ungeachtet der oben aufgeführten Rechtslage haben die Veranstalter:innen und Künstler:innen häufig eine jahrelang anhaltende Vertragsbeziehung. Deswegen empfiehlt es sich auch bei einer Absage der Veranstaltung, bei der vermutlich noch keine höhere Gewalt anzunehmen ist, eine gütliche Einigung zu erzielen. Nachfolgend skizzieren wir stichpunktartig einige Möglichkeiten:

  • Veranstaltung verschieben und für den Fall, dass auch die verschobene Veranstaltung nicht stattfindet bereits die Höhe des Ausfallhonorars regeln.
  • 50 % des Honorars fordern.
  • Bereits angefallene Aufwendungen sowie nur einen Teil der eigenen eingeplanten Kosten geltend machen.

Es ist wichtig, sich über den aktuellen Stand sowie die behördlichen Anordnungen der Gesundheitsämter zu informieren.

Information zur Dokumentation von Ausfällen durch Absagen 

Wir empfehlen allen frei produzierenden Künstler:innen die Ausfälle belastbar (wenn möglich mit Nachweisen) zu dokumentieren. Die Gewerkschaft Ver.di hat eine Vorlage erarbeitet::

  •  Künstlerin/Künstler oder Veranstalterin/Veranstalter
  •  Ort, Datum
  •  Art der Veranstaltung / des Projekts
  •  Öffentliche:r oder privatwirtschaftliche:r Veranstalter:in
  •  Aufführung / Veranstaltung / Projektentwicklung bzw. Proben
  •  Zeitraum
  •  Einnahmen: Förderungen kommunal / regional-landesweit / bundesweit
  •  Eintritt / private Anteile
  •  Vereinbartes Honorar
  •  Ausfallhonorar
  •  Eintrittsausfälle
  •  Auf eigene Veranlassung abgesagt
  •  Wegen Reisebeschränkungen:
  •  Veranstalterin / Veranstalter hat abgesagt / wie kurzfristig / wann
  •  Galt eine öffentliche Anordnung / wenn ja seit wann ... bis ...
  •  Bereits getätigte Ausgaben, die nicht rückvergütet wurden / werden / Summe
  •  Verlorener Honorar-Anteil am Gesamtumsatz in %
  •  Wird der Termin wiederholt?
  •  Zeitraum / ggf. Datum 

Information zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard –  Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich: Probenbetrieb 

Die gesetzliche Unfallversicherung hat eine Empfehlung veröffentlicht, wie man bei den Proben den Corona-Infektionsschutz einhalten kann. 

Information zur VERANSTALTUNGSSICHERHEIT IM KONTEXT VON COVID-19 - Handlungsempfehlung des Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.)

Diese umfangreiche Handlungs- und Entscheidungsempfehlung für die zukünftige, gestaffelte Durchführung von Veranstaltungen soll aufzeigen, dass eine Risikoeindämmung für alle involvierten Personen einer Veranstaltung möglich ist. Diese Empfehlungen in Form einer Stufenbewertung dienen dazu, an die Entwicklung der Pandemie angepasste, individuelle Veranstaltungsrisiken zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Risikoeindämmung und der damit verbundenen Gewährleistung der Sicherheit aller Veranstaltungsbesucher abzuleiten. Diese Empfehlungen stehen im Einklang mit den „Key Planning Recommendations for Mass Gatherings in the Context of COVID-19“ der WHO (Stand 19.03.2020), den Standards zum Arbeitsschutz SARS-CoV-2 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie den allgemein gültigen Richtlinien und Definitionen des jeweiligen bauordnungsrechtlichen Regelwerks der Bundesländer, insbesondere der Versammlungsstättenverordnungen, der Länderbauordnungen und der Richtlinien zu Fliegenden Bauten.

Information zu Empfehlungen des Bundesverbands Deutscher Amateurtheater zum Proben- und Theaterbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie

Der allgemeine Leitfaden des Bundesverbands Deutscher Amateurtheater richtet sich in erster Linie an Amateurtheater und soll in einem kurzem Überblick Hinweise geben, wie Theater zwischen Kulturproduktion und Ehrenamt den Gesundheitsschutz in Zeiten der Corona-Pandemie wahren und gleichzeitig agieren können, wenn und soweit gesetzliche Regeln von Bund und Ländern dies zulassen. 

Information zur Spenden-Plattform "Kunsteinkommen"

Dies ist eine Plattform, um selbstständige Menschen aus Kunst und Kultur finanziell zu unterstützen. Das Ziel von Kunsteinkommen ist es, den in der Krise mit am stärksten betroffenen Menschen in Kunst und Kultur zu helfen. Ganz direkt und ohne Zwischenorganisation kann via Paypal von Mensch zu Mensch unterstützt werden.

Stagemanager:innen, die Tontechniker:innen, Roadies, Künstler:innen und viele mehr können sich auf der Plattform anmelden und ihren Paypal-Account hinterlegen. Die Profile können dann geteilt werden, um dem eigenen Netzwerk die Möglichkeit zu geben, ganz unbürokratisch Geld zu senden. Natürlich können die Profile auch von fremden Menschen gefunden werden, die dann spenden.

Information zur Gästedokumentation

Verantwortliche für Veranstaltungen, für Betriebe oder andere Einrichtungen (z.B. Gaststätten, Hotels, Verkaufsstellen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Vergnügungsstätten, Stiftungen, Informations- und Beratungsstellen, Bildungsangebote, Vereine, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen) müssen ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen. Dazu gehört auch eine Anwesenheitsdokumentation, damit das Gesundheitsamt im Falle einer Infizierung mögliche Kontaktpersonen schnell ansprechen kann. Dies gilt unter anderem für Veranstaltungen, Gaststätten, Hotels, Spielhallen und ähnliches, Kinos, Theater, Konzert- und Opernhäuser, Dienstleistungsgewerbe im Bereich der körpernahen Dienstleistungen, für den Sportbetrieb und für Hochschulen im Präsenzbetrieb sowie für private oder familiäre Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen.

Information für KSK-Abgabe bei Ausfallhonoraren

Derzeit gewähren einige Veranstalter:innen und Kulturinstitutionen Künstler:innen bei Corona-bedingten Absagen von Veranstaltungen oder Kursen Ausfallhonorare. Es stellte sich für sie die Frage, ob diese Ausfallhonorare künstlersozialabgabepflichtig sind. Bei einer Anfrage des Kulturbüros Rheinland-Pfalz bei der Künstlersozialversicherung, verneinte sie dies und verwies auf folgenden Passus: »Künstlersozialabgabe ist nur zu zahlen, wenn eine künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Wird eine Leistung nicht erbracht, fällt keine Künstlersozialabgabe an. Deshalb gehören Schadenersatzansprüche und Vertragsstrafen nicht zum meldepflichtigen Entgelt. Werden Ausfallhonorare gezahlt, obwohl eine Leistung nicht erbracht wurde, sind sie wie Vertragsstrafen zu behandeln und daher nicht meldepflichtig. Ausfallhonorare für bereits erbrachte Leistungen, die nur nicht verwertet bzw. genutzt werden, müssen der KSK dagegen gemeldet werden.«

Information für KSK-Versicherte zur Vereinbarkeit mit dem Arbeitslosengeld I und II

Die KSK wird von euch weiter gezahlt und beträgt mindestens die 30,23 €. Dies beinhaltet die Rentenbeiträge. Über den Link findet ihr bei den Vordrucken „Mitteilung über den Bezug / das Ende des Bezuges von Arbeitslosengeld I und II“ und kreuzt dort bitte an, dass ihr weiterhin künstlerisch tätig seid (also bei 2) ja).

Information zur Meldung der Soforthilfen an die KSK

Muss die Soforthilfe des Bundes als Arbeitseinkommen an die Künstlersozialkasse gemeldet werden? Aus den Hinweisen des BMWi ergibt sich u. a. Folgendes: "Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr. Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig." Wer im Lauf dieses Jahres eine Meldung zum geänderten Arbeitseinkommen an die KSK schickt, muss eine Soforthilfe als Einnahme berücksichtigen. 

Information für den Umgang mit Soforthilfen im Moment der Steuererklärung

Wenn im Frühjahr/Sommer 2021 die Steuererklärung für 2020 abgegeben wird, beginnen voraussichtlich die Prüfungen, ob die Soforthilfen zu Recht bezogen wurden. Dann müssen Nachweise erbracht werden. Die erhaltenen Soforthilfen müssen in der Steuererklärung angegeben werden und sind zu versteuern. Sofort-Hilfe-Bezieher, die keine ungerechtfertigten Rückforderungen riskieren wollen, müssen belegen, dass sie zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Hilfen beantragt haben, dazu auch berechtigt waren, d.h. in einem Liquiditätsengpass gesteckt haben.

Sie sollten möglichst rückwirkend ab März 2020 dokumentieren, wie sich die Situation in ihrem Unternehmen entwickelt hat und auch kurz erklären, warum sie die staatlichen Hilfen benötigt haben. 

Information #1 zu Gewerbe-Mietverträgen, z.B. bei angemieteten Proberäumen - bisherige Rechtslage

Auch in Krisenzeiten gilt: Verträge sind einzuhalten. Die Parteien bleiben folglich ungeachtet der Corona-Pandemie weiterhin zur Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten verpflichtet. Der oder die Vermieter:in ist also weiterhin zur Gebrauchsüberlassung an der Mietsache und der oder die Mieter:in zur Zahlung der vereinbarten Miete verpflichtet. 
Etwas anderes gilt nur, wenn der oder die Vermieter:in die Mietsache nicht zur Verfügung stellen kann. Das kann der Fall sein, wenn Personal, das zum Betrieb des Gebäudes erforderlich ist, quarantäne- oder krankheitsbedingt ausfällt. Sofern hierdurch die Nutzung der Mietsache nicht möglich ist, entfällt auch die Mietzahlungspflicht. Sollten personelle Engpässe bei dem oder der Vermieter:in lediglich zur Beeinträchtigung der Nutzung führen, beispielsweise durch eingeschränkte Reinigungs- oder Hausmeisterleistungen, steht dem oder der Mieter:in das gesetzliche Mietminderungsrecht zu.

Generelle Veranstaltungs- oder Betriebsverbote begründen keinen Mangel der Mietsache, da sie ihren Ursprung in der Art des Geschäftsbetriebs der Mieterin haben, nicht in der Art und Beschaffenheit der Mietsache.

Information #2 zu Gewerbe-Mietverträgen, z.B. bei angemieteten Proberäumen - Aufschub von Mietzahlungen wird angestrebt

Die Bundesregierung will privaten und gewerblichen Mietern in der Corona-Krise erlauben, in den kommenden drei Monaten ihre Zahlungen zu reduzieren oder einzustellen, ohne dass die Vermieterin ihnen deshalb kündigen kann. Eine entsprechende Regelung soll am Montag vom Bundeskabinett und am Mittwoch vom Bundestag verabschiedet werden. Der Mieter müsse dabei „glaubhaft“ nachweisen, dass er wegen der Pandemie nicht mehr zahlen kann. Die Miete soll nicht erlassen werden, die Mieterin muss sie später nachzahlen. 

Information zu Stundungsmöglichkeiten von Mitgliedsbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbständige und Freiberufler:innen

Sofern sie von der aktuellen Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen sind, gelten Stundungsmöglichkeiten für Mitglieder der GKV, die ihre Beiträge selbst zahlen. Dabei ist bei Selbstständigen und Freiberufler:innen zuvor zu prüfen, ob eine Beitragsermäßigung wegen eines krisenbedingten Gewinneinbruchs in Betracht käme. Falls ja, sind die Hürden für den Nachweis einer unverhältnismäßigen Belastung im Sinne des § 6 Abs. 3a und § 6a Abs. 3 der Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler:innen abgesenkt.

Bis auf Weiteres können die Krankenkassen anstelle der sonst vorgeschriebenen Vorauszahlungsbescheide auch andere Nachweise über die geänderte finanzielle Situation der Selbstständigen akzeptieren. Dies sind zum Beispiel Erklärungen von Steuerberater:innen, finanz- und betriebswirtschaftliche Auswertungen oder auch glaubhafte Erklärungen von Selbstständigen über erhebliche Umsatzeinbußen.

Information zu Stundungsmöglichkeiten von Mitgliedsbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung für Arbeitgeber:innen

Unter bestimmten Umständen können Arbeitgeber:innen eine Stundung der bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für die Ist-Monate März 2020 bis Mai 2020 beantragen. Stundungen sind zunächst längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren. Dabei bedarf es weder einer Sicherheitsleistung, noch sind Stundungszinsen zu berechnen. Erfasst werden können auch Beiträge, die bereits vor dem vorgenannten Zeitraum fällig wurden. Das gilt unabhängig davon, ob bereits eine Stundungsvereinbarung geschlossen wurde oder andere Maßnahmen eingeleitet wurden. Wird dem Antrag der Arbeitgeberin auf Stundung von Beitragsansprüchen entsprochen, gelten damit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für freiwillig krankenversicherte Arbeitnehmer:innen, die von der Arbeitgeberin im "Firmenzahlerverfahren" abgeführt werden, gleichermaßen als gestundet.

Voraussetzung für den erleichterten Stundungszugang ist, dass die sofortige Einziehung der Beiträge ohne die Stundung trotz vorrangiger Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, Fördermitteln und/oder Krediten mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre. Dabei ist in der Regel eine glaubhafte Erklärung des Arbeitgebers, dass er erheblichen finanziellen Schaden durch die Pandemie erlitten hat, ausreichend.

Information für Künstler:innen, die privatversichert sind

Freiberufler:innen und Selbständige, die nicht gesetzlich kranken-, renten- und pflegeversichert sind, haben bei Quarantäne Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen für soziale Sicherung (§ 58 IfSG). Die Finanzämter geben dazu genauere Informationen. 

Information zu den Sonderregelungen für Vereine durch das Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die vereinsrechtlichen Erleichterungsregeln, die mit dem Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vom 28. März 2020 erlassen worden, waren zunächst bis 31.12.2020 befristet erlassen worden. 

Ein Referentenentwurf des BMJV kündigt nun eine Verlängerung der Geltungsdauer bis zum 31. Dezember 2021 an. Die Fortführung der erleichterten Regelungen zielt drauf ab, es Vereinen trotz geltender Schutzmaßnahmen weiterhin zu ermöglichen vereinsrechtlich tätig zu sein. 

Vereine und Stiftungen sollen auch künftig von einer automatischen Verlängerung der Amtszeit der Vorstandsmitglieder profitieren. Ebenso ist es Vorständen gestattet, virtuelle Mitglieder-versammlungen mit fakultativer Briefwahl anzuordnen. Das heißt, dass beispielsweise über internetgestützte Kommunikation, wie etwa Videokonferenzen, Mitgliederversammlungen abgehalten werden dürfen, auch wenn diese Möglichkeit in der Satzung nicht vorgesehen war. 

Information zu von der Bundeskulturstiftung geförderten Projekten

Grundsätzlich sind die bis zu einem möglichen Projektabbruch entstanden Kosten zuwendungsfähig, auch wenn vorgesehene Veranstaltungen nicht stattfinden können. Die Projektträger müssen jedoch alle Anstrengungen unternehmen, um die Ausgaben nach der Absage so gering wie möglich zu halten. Wenn Veranstaltungen verschoben werden können, versucht die Bundeskulturstiftung durch Verlängerungen von Förderzeiträumen, dies zu ermöglichen. 

Information zu von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen geförderten Projekten

Hinweise für Zuwendungsempfänger:innen der Kulturstiftung, die von Absagen/Ausfällen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen sind können auf der Homepage der Kulturstiftung unter dem Punkt "Aktuelles" gefunden werden.

Desweiteren haben sie ein Informationsblatt veröffentlicht, um Handlungsempfehlungen für Betroffene zu geben. Maßnahmen, wie Projektverschiebung, Änderung des Förderzwecks, Projektabsage oder Prüfung der Realisierbarkeit von Projekten der zweiten Jahreshälfte 2020 werden darin beschrieben.

Information zu von den Fonds Darstellende Künste geförderten Projekten

Sollte ein Vorhaben betroffen sein, möchte der Fonds Darstellende Künste gemeinsam mit den Antragstellern eine Lösung – in Einzelfallentscheidungen – finden. 
Der Fonds Darstellende Künste empfiehlt folgende Vorgehensweise:

  • Wichtig ist es, dass die Verschiebung oder den Ausfall Ihres Projektes dokumentieren.
  • Archiviert Mails und weitere Kommunikation, die die Ausfälle bzw. den Hergang nachvollziehen lassen. Sofern schon Mittel abgerufen wurden, aktualisiert Kosten- und Finanzierungsplan entsprechend des derzeitigen Projektstandes.
  • Sofern das Projekt noch nicht stattgefunden hat prüft bitte, ob Termine für Vorstellungen, Proben, Produktion, o. ä. verschiebbar sind. 
  • Falls schon Alternativtermine eruiert werden konnten, teilt diese mit und stellt per Mail einen informellen Antrag auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes und Verlängerung der Durchführungsdauer.
  • Falls es noch keinen neuen Termin für das Projekt gibt, kontaktiert Sie die öffentlichen Kofinanzierungsinstitution(en) und skizziert die Haltung dieser zum Vorgehen, damit sich der Fonds im Einzelfall mit diesen Institutionen abstimmen kann. Dafür gibt es auch ein Formular zur Dokumentation.
  • Sofern das Projekt in anderer Form durchgeführt werden kann, sendet an den Fonds per Mail einen informellen Antrag auf Aktualisierung des Projektes mit einem neuen Kosten- und Finanzierungsplan. Auch dafür gibt es ein Formular.
  • Kann das Projekt nicht in anderer Form stattfinden, gilt es, weitere Kosten zu vermeiden, einen Zwischenbericht und aktualisierten Kosten- und Finanzierungsplan und wieder ein ausgefülltes Formular an den Fonds zu schicken.


Wir empfehlen diese proaktive Kommunikation auch für alle anderen öffentlich geförderten Projekte, d.h. tretet in Kontakt mit Kofinanzierungspartner:innen und Förderer:innen.

Information zum von den Fonds Darstellende Künste geförderten Sonderprogramm AUTONOM

Die Antragsfrist im Sonderprogramm AUTONOM wurde auf den 01. Februar 2021 verlängert, als Anpassung der Förderung auf die Einschränkungen durch Covid-19, um den Antragsteller*innen zu ermöglichen, mehr Klarheit über die Realisierbarkeit von Projekten zu gewinnen. 

Information zu von NPN - Nationales Performance Netz geförderten Gastspielen


Bereits bewilligte Gastspiele, die aufgrund von Corona abgesagt wurden, können bis spätestens zum 28. Februar 2021 zu einem anderen Zeitpunkt realisiert werden. Wenn ein Gastspiel abgesagt wurde, das Honorar bzw. Sachkosten dennoch an die Künstler*innen/ die Kompanie ausgezahlt werden, prüft NPN im Einzelfall und ist bemüht, unvermeidbare, bereits getätigte Kosten zugunsten der Geförderten anteilig in Größenordnung des vertraglich vereinbarten prozentualen Förderanteils zu fördern. Bei abgesagten Gastspielen, die in einem anderen Format (z.B. als Live-Stream) realisiert werden können, prüft NPN im Einzelfall die Fortführung der Förderung. 

Information für ESF geförderte Projekte und Vorhaben

Die Sächsische Aufbaubank informiert auf ihrer Webseite über den Umgang mit ESF-geförderten Maßnahmen im Zuge der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Hier werden es u. a. folgende Hinweise gegeben: „Fallen in der Unterbrechungszeit notwendige Ausgaben an, welche im Rahmen der regulären Umsetzung von Vorhaben geplant waren, bleiben diese förderfähig. Davon ausgenommen sind anderweitige oder vorrangige Ausgleichszahlungen.“
„Entstehen durch die Unterbrechung von Vorhaben zusätzliche Ausgaben, z. B. für Alternativangebote im Sinne der Weiterführung der Vorhaben, können diese auf Antrag der Zuwendungsempfänger vorbehaltlich der Förderfähigkeit und der verfügbaren Haushaltsmittel gefördert werden. Bitte stellen Sie hierzu einen Änderungsantrag bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - (SAB).“

Information zum Umgang mit den Auswirkungen des Coronavirus für KREATIVES EUROPA KULTUR 

Die EU-Kommission hat verschiedene Maßnahmen zum Umgang mit den Auswirkungen des Coronavirus für u. a. im Programm KREATIVES EUROPA KULTUR geförderte Projekte ergriffen. Das englischsprachige Q&A-Dokument Questions and Answers concerning Creative Europe activities in light of the COVID-19 pandemic listet die wichtigsten Fragen und Antworten für geförderte Projekte auf.

Information zu von der Aktion Mensch geförderten Projekten und Vorhaben

Die Corona-Krise führt bei vielen Projekt-Partner:innen teils zu Projektänderungen. Die Aktion Mensch-Förderung bemüht sich, mit allen Projekt-Partner:innen individuelle Lösungen zu finden, wie zum Beispiel Projektverschiebungen, Projektunterbrechungen bis hin zu konzeptionellen Veränderungen. Kosten, die im Zusammenhang mit der derzeitigen Situation stehen, sollen nach Möglichkeit auch als förderfähig anerkannt werden. Projekt-Partner:innen werden gebeten, sich mit ihren Sachbearbeiter:innen nur per E-Mail in Verbindung zu setzen.

Informationen der Stadt Leipzig/Kulturamt zu Regelungen/Hinweise für geförderte Projekte/Träger, die von den Corona-Maßnahmen betroffen sind

Für im Jahr 2020 geförderte Projekte und Träger, die in Folge der Corona-Pandemie von Verschiebungen, Absagen oder konzeptionellen/organisatorischen Änderungen betroffen sind, gelten, in Ergänzung zu den bestehenden Zuwendungsrichtlinien, besondere Regelungen, die es auf Antrag beim Kulturamt ermöglichen, Projekte zu verschieben, den Inhalt/Förderzweck des Projekts anzupassen oder bei Abbruch oder Absage bereits entstandene Kosten zumindest anteilig als förderfähig anzuerkennen. Eine Gesamtübersicht mit allen wichtigen Hinweisen hat das Kulturamt bereits im Frühjahr 2020 auf der eigenen Internetseite veröffentlicht. Unbedingt zu beachten ist, dass Projekte, die in 2020 stattfinden sollten, in Ausnahmefällen noch bis zum 30.04.2021 umgesetzt werden können. Eine entsprechende Verlängerung des Bewilligungszeitraums muss beim Kulturamt beantragt werden. Zugleich müssen die Fördermittel des Kulturamts noch im Jahr 2020 vollständig abgerufen und für Kosten und Leistungen aus 2020 eingesetzt werden. Eine Übertragung ins Jahr 2021 ist nicht möglich. Betroffene Projektträger sollten sich über den unten stehenden Link über die besonderen Hinweise informieren und sodann Kontakt mit dem Kulturamt aufnehmen, um den Einzelfall konkret besprechen zu können.
Der Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass die besonderen Zuwendungsbestimmungen auch für Projekte und Träger gelten sollen, die im Jahr 2021 eine Förderung des Kulturamts erhalten. 

Informationen der Stadt Leipzig/Amt für Wirtschaftsförderung: Mittelstandsförderprogramm „Corona-Krise kreativ meistern“ 

Das Programm unterstützt kleinste, kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Leipzig bei der Umsetzung von Vorhaben, die dazu beitragen, unter den besonderen Bedingungen der Corona-Krise arbeitsfähig zu bleiben, wieder zu werden oder neues, weniger krisenanfälliges Geschäft zu generieren. Die Maßnahme muss darauf gerichtet sein, nahhaltig spürbar höhere Umsätze gegenüber dem Status Quo zu generieren. Die maximale Fördersumme beträgt je nach Unternehmensgröße zwischen 1.000 und 10.000 Euro, der Fördersatz kann zwischen 50 Prozent und 80 Prozent der Gesamtkosten des Projekts betragen. Anträge müssen spätestens vier Wochen vor Beginn der Maßnahmen beim Amt für Wirtschaftsförderung gestellt werden. 

Information zu  SOS for Culture / #supportyourlocalartists

Die von Wir gestalten Dresden zwei Wochen nach dem Shut-Down initiierte Spendenkampagne #supportyourlocalartists wird zusammen mit der Initiative SOS for culture fortgeführt. Dort können Einzelpersonen (Solo-Selbstständige, Freiberufler:innen) einmalig eine Spende von bis zu 500 Euro als Unterstützung zum Lebensunterhalt beantragen. Die antragstellenden Personen dürfen dabei weder angestellt sein noch Leistungen aus dem Arbeitslosengeld I oder II beziehen.

Information zur Initiative Coronakünstlerhilfe

Diese Spendeninitiative unterstützt Kunstschaffende mit einer Zahlung von 1000€. Sobald mehr Geld im Spendentopf ist, sollen darüber hinaus monatliche Zahlungen veranlasst werden.

Information zum Hilfsprogramm des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

"Wir machen weiter!" heißt ein Hilfsprogramm für deutsch-tschechische Netzwerke bei der Überwindung der Corona-Krise. Mit diesem Programm soll Organisationen und Einzelpersonen geholfen werden, die in den Jahren 2018-2020 erfolgreich ein vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds unterstütztes deutsch-tschechisches Projekt umgesetzt haben und durch die gegenwärtige Krise in eine schwierige finanzielle Situation geraten sind. Die Unterstützung richtet sich insbesondere an Künstler:innen, Kulturinstitutionen, Vereine und Akteur:innen aus dem Bereich Kultur und Jugendarbeit. Antragsende ist der 15. Januar 2021.

Information zu "Digital oder im Freien?" - Sonderförderung für deutsch-tschechische Projekte in Zeiten von Corona

Damit die Welt der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit nicht vollständig zum Stillstand kommt, möchte der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds mit dieser Sonderausschreibung die Planung und Umsetzung von Projekten erleichtern, die mittels digitaler Formate oder als Aktivität im Freien stattfinden

Antragsfrist:

  • Für Anträge auf eine Förderung bis 4000 Euro oder 100 000 CZK fortlaufend bis 30.06.2021 
  • Für Anträge auf eine Förderung über 4000 Euro oder 100 000 CZK: zu den üblichen Quartalsfristen (31.12.2020, 31.03.2021, 30.06.2021) 

Information zur STERN-Aktion: Backstage-Helden

Backstage-Helden können mit einer Soforthilfe von bis zu 1.000 Euro unterstützt werden. Es können sich Kulturschaffende bewerben; der Antrag auf Soforthilfe kann direkt und unbürokratisch gestellt werden.

Information zu #​CreatorsForDiversity - Kulturförderung von TikTok Deutschland

Der deutsche Zweig des Videoportals TikTok gründet ein millionenschweres Förderprojekt, um Kulturinstitutionen in ihrer Antwort auf die COVID-19-Pandemie zu unterstützen.  Gefördert werden Projekte, die sich mit dem Thema Diversität künstlerisch aus- einandersetzen und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Die geförderten Institutionen werden außerdem verpflichtet, ihre Aktivitäten mit mindestens acht Videos pro Monat auf TikTok zu begleiten.  

Vorlage zur Antragstellung für steuerliche Erleichterungen 

Information zum Sonderprogramm für Selbstsändige und Kleinstunternehmen des Sächsischen Wirtschaftsministerium

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hat ein Sonderprogramm für Selbstsändige und Kleinstunternehmen angekündigt: das zinsfreie Darlehen kann von Selbständigen und Unternehmen mit bis zu fünf Angestellten in Anspruch wahrgenommen werden und muss drei Jahre lang nicht zurück gezahlt werden. Die bankübliche Bonitätsprüfung entfällt. Anträge sollen über ein Onlineportal der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden können.

Information zu Einmalzahlungen für Freiberufler:innen und Solo-Selbständige aus Bundesmitteln

Kleine Unternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler:innen aus allen Wirtschaftsbereichen, die sich in Folge des Coronavirus in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, können für drei Monate Einmalzahlungen beantragen - in Höhe von bis zu 9.000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten und bis zu 15.000 Euro bei bis zu 10 Beschäftigten. Damit sollen laufende Betriebskosten wie Mieten von Kinos, Musikclubs oder Künstlerateliers, aber auch Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten bezahlt oder finanzielle Engpässe überbrückt werden können. Diese Zuschüsse sollen nicht zurückgezahlt, die Mittel durch die Länder verteilt werden. Anträge sind an die Sächsische Aufbaubank zu stellen.

Information zum Kurzarbeitergeld

Die Bezugsdauer für Kurzarbeit wird auf maximal 24 Monate erhöht, längstens allerdings bis zum 31. Dezember 2021. Die verlängerte Bezugsdauer soll für Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Gleichzeitig soll das Kurzarbeitergeld auf 70 beziehungsweise 77 Prozent ab dem vierten Monat und auf 80 beziehungsweise 87 Prozent ab dem siebten Monat erhöht werden. Diese Regeln sollen bis 31. Dezember 2021 für alle verlängert werden, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist.
 Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter:in, wie Spielstätten und Festivals, können Kurzarbeitergeld beantragen. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber:innen sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber:innen können Kurzarbeitergeld beantragen, mindestens 10% der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter:innen zu halten. Dies gilt jedoch nicht für geringfügig Beschäftigte.
Das Kurzarbeitergeld (KuG) wird zwar ziemlich problemlos von der Bundesagentur genehmigt, jedoch sollen die Schlussabrechnungen sehr kritisch geprüft werden. Die bestehenden Beratungsangebote bei der Bundesagentur sollten ggf. in Anspruch genommen werden. Bei groben Verstößen werden lt. Bundesagentur staatsanwaltliche Schritte veranlasst.

Information zur Abrechnung von Kurzarbeitergeld

Damit eine Erstattung des Kurzarbeitergeldes (Kug) durch die Bundesagentur für Arbeit zeitnah erfolgen kann, ist eine korrekte Abrechnung durch den Arbeitgeber essentiell. Folgende Beschäftigte sind nicht berechtigt, Kug zu beziehen: (Solo-)Selbständige, geringfügig Beschäftigte (Mini-Jobber, 450€-Kräfte), Werkstudenten und bereits gekündigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Krankheitsfall schließt den Bezug von Kug zwar nicht aus, allerdings besteht kein Anspruch, wenn der Mitarbeitende bereits Krankengeld bezieht. Befristete Beschäftigte haben ein Anrecht auf Kug, sofern diese sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, gleiches gilt für Teilzeitkräfte.

Information zur Übergabe von Kurzarbeitsanzeigen und -anträgen

Die Übergabe von Kurzarbeitsanzeigen und -anträgen an die Bundesagentur für Arbeit ist jetzt auch ohne Registrierung online und per App möglich: Über beide Zugangswege besteht die Möglichkeit zum direkten Hochladen aller Dokumente. 

Information zur Erfassung von Kurzarbeit

Die Upstream – Agil GmbH bietet für kleine Unternehmen ein neues Unterstützungstool zur Erfassung von Kurzarbeit an. Das Tool heißt „Kug-Erfassung“ und fragt die geleistete Arbeitszeit der Mitarbeiter in Kurzarbeit ab und bereitet sie für die Agentur für Arbeit auf, sicher und datenschutzkonform.
E-Mail Kontakt: kontakt@kugerfassung.de / Ansprechpartner:innen sind Alexander Lang, Kristina Schneider, Thilo Utke
 

Information zu Kurzarbeitergeld und Gemeinützigkeit 

Gemeinnützige Organisationen können ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aus eigenen Mitteln bis zu einer Höhe von insgesamt 80 Prozent des bisherigen Entgelts aufstocken, ohne dass dadurch die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Voraussetzung ist, dass die Aufstockung einheitlich für alle Arbeitnehmer erfolgt. Wer mehr aufstocken will, muss die Marktüblichkeit und Angemessenheit begründen. Zudem werde es gemeinnützigkeitsrechtlich nicht beanstandet, wenn die Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschalen weiterhin geleistet werde, obwohl eine Ausübung der Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise nicht oder teilweise nicht möglich ist, heißt es im BMF-Schreiben vom 26. Mai 2020. Damit ergänzt das BMF sein Schreiben vom 9. April 2020. 

Information zum Kurzarbeit-Tarifvertrag am Stadttheater (NV-Bühne-Verträge)

Für die Stadttheater gibt es seit Ende April 2020 einen Kurzarbeit-Tarifvertrag, der besagt, dass die meisten in Kurzarbeit 100% ihres Nettos bekommen. Und Kurzarbeit gilt auch für viele Gäste!  Theapolis hat die wichtigsten Fakten und eine Einordnung zusammengefasst.

Information zu Änderungen des Arbeitszeitgesetzes im Rahmen des Erlasses einer COVID-19-Arbeitszeitverordnung

Das Bundesarbeitsministerium hat auf seiner Internetseite Informationen zu den Änderungen des Arbeitszeitgesetzes zusammen gefasst. So kann beispielsweise der Jahresurlaubsanspruch bei 100-prozentiger Kurzarbeit anteilig gekürzt werden, für systemrelevante Tätigkeitsbereiche gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen vom Verbot der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung.

Information zum  Antragspflichtversicherung bei der Agentur für Arbeit

Gemäß Information einzelner Agenturen für Arbeit, sind die Regelungen der Freiwilligen Antragspflichtversicherung wegen Corona gelockert worden. Wer - nachweislich wegen Corona, also nach dem 11.03.2020 und nach Selbsterklärung - innerhalb von 12 Monaten ein zweites Mal auf die Leistungen des ALG I zurückgreift, kann im Anschluss dennoch weiter in der Freiwilligen Versicherung bleiben. 

Information zum Sozialschutzpaket, das den Zugang zur sozialen Grundsicherung erleichtern soll

Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Lage ein Sozialschutzpaket beschlossen, das den Bezug von Grundsicherungsleistungen erleichtert. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen. Wenn ein Anspruch auf Grundsicherung vorliegt, übernimmt das Jobcenter auch die Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten. Diese Kosten werden bei Neuanträgen, die vom 1. März bis zum 30. Juni 2020 beginnen, für die Dauer von sechs Monaten in der tatsächlichen Höhe anerkannt.
 

Information zu Lohnersatz wegen Schul- und Kitaschließung

Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wird das Infektionsschutzgesetz angepasst. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der oder die Arbeitgeber:in, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann. Voraussetzung dafür ist,

  • dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter 12 Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann.
  • dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben ausgeschöpft sind.

 Die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes wurde am 25. März 2020 im Bundestag verabschiedet und soll bis Ende März in Kraft treten.

Information zu hybrid Selbstständigen

Hybrid Selbständige, d.h. in verschiedenen Verdienstformen Tätige, geraten derzeit in eine schwierige Situation. Einerseits ergeht es ihnen wie allen anderen Solo-Selbständigen, für diesen Teil ihres Einkommens stehen ihnen bislang noch keine Hilfen zur Verfügung. Aber möglicherweise haben sie ja aufgrund ihrer abhängigen Beschäftigung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Der Anspruch dürfte in der Regel aber nur gering ausfallen.  Allen Menschen, denen jetzt ihr Einkommen wegbricht, sollten offen mit ihrer Situation umgehen: Mit dem Finanzamt sprechen, mit der Krankenkasse, dem Vermieter, der Bank oder dem Steuerberater. Möglicherweise bekommen sie einen Zahlungsaufschub oder ihr Vermieter erlässt ihnen sogar eine Mietzahlung. Auch das Gespräch mit Familie oder Freunden sollte gesucht werden. Zudem sollte Grundsicherung beantragt werden, die nun unter einfacheren Bedingungen bewilligt werden soll. Bitte keine Scham haben, denn es geht um das Überleben! 

Information zu neuen Regelungen im Insolvenzrecht

Welche neuen Regelungen hat der Gesetzgeber im Insolvenzrecht im Zusammenhang mit dem Coronavirus getroffen? Was kann man tun, wenn man als aufgrund des Coronavirus in Zahlungsschwierigkeiten gerät? Für Unternehmen und Selbstständige hat die IHK Berlin Informationen und einen nützlichen Handlungsleitfäden zu diesem Themenkomplex zusammengetragen. Die Lockerungen im Insolvenzrecht sollen bis Jahresende bestehen bleiben. Die Regelung über die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bleiben demnach weiterhin ausgesetzt. Ursprünglich war die Aussetzung bis zum 30.9.2020 befristet gewesen.
 

Information zur Pfändung von Corona-Soforthilfen

Das Finanzgericht (FG) Münster hat in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entschieden, dass das Finanzamt nicht im Wege der Pfändung auf Konten zugreifen darf, auf denen Corona-Soforthilfen eingegangen sind. In der Bekanntmachung des Gerichts heißt es: „Die Vollstreckung und die Aufrechterhaltung der Pfändungs- und Einziehungsverfügung führten ferner zu einem unangemessenen Nachteil für den Antragsteller. Durch eine Pfändung des Girokonto-Guthabens, das durch den Billigkeitszuschuss in Form der Corona-Soforthilfe erhöht worden sei, werde die Zweckbindung dieses Billigkeitszuschusses beeinträchtigt.“

Information zur Anerkennung von Altersvorsorge bei Bezug von Grundicherung bei Selbständigen


Bei Selbständigen wird ein Betrag von 8.000 Euro je Jahr der Selbstständigkeit als angemessene Altersvorsorge anerkannt. Außerdem wird nun anerkannt, dass Selbstständige nicht nur in Form von Kapitallebensversicherungen u. Ä. für ihr Alter vorsorgen. Deshalb können auch atypische Anlagen wie Sparkonten, Wertpapierdepots oder Tagesgeldkonten

als Altersvorsorgevermögen anerkannt werden. Die Änderungen sehen außerdem Erleichterungen beim Betriebsvermögen vor und stellen klar, dass Selbständige im Übergangszeitraum bis zur Wiederaufnahme der Tätigkeit regelmäßig

nicht vermittlerisch begleitet werden müssen, sofern dies von den Betroffenen nicht selbst nachgefragt wird.

Die Regelung ist so schon in Kraft. Die Bundesagentur für Arbei hat die entsprechende Weisung an die Jobcenter in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesagentur und Kommunen in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales angepasst.

Information zum Merkblatt und zur Aussteigekarte im Zusammenhang mit Covid19

Das Bundesgesundheitsministerium hat auf seiner Homepage die Regelungen für nach Deutschland Einreisende im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19 und die Aussteigekarte für Personen aus Risikogebieten in mehreren Sprachen zusammen gefasst. Dies ist besonders für Geschäftsreisende und von Unternehmen ins Ausland entsandte rückkehrende Mitarbeiter relevant.

Information zu Creative Europe: Covid 19 - Unterstützungsmaßnahmen auf EU-Ebene für die Kultur-, Film- und Kreativbranchen

Für Antragsteller:innen und Fördernehmer:innen des Creative Europe-Programms wird maximale Flexibilität im rechtlich möglichen Rahmen zugesichert. Bislang wurden einige Einreichtermine (Festivals, Online Promotion, Western Balkans, Music Moves Europe) verschoben. Alle anderen Einreichtermine bleiben aufrecht, um nicht noch weitere Verzögerungen zu verursachen. Die Auswahlverfahren sollen beschleunigt werden, damit Auszahlungen so rasch wie möglich erfolgen.  

Für laufende Creative Europe-Projekte besteht die Möglichkeit, sich im Fall von Absagen oder Verschiebungen auf die „Force Majeure“-Klausel zu berufen. Projekt-Träger:innen werden gebeten, die zuständigen EACEA-Projektbearbeiter:innen zu kontaktieren. Wichtig! Bewahren Sie alle Unterlagen auf, die Ausfälle aufgrund der Covid-Krise belegen. Nützliche Hinweise finden Sie auch in den neuen Questions and Answers, die seitens der Europäischen Kommission und der EACEA veröffentlicht wurden. 
  

Zur Unterstützung der Kinos wird aus zusätzlichen Mitteln ein "Gutschein" im Wert von € 5 Mio für Kinos im Kinonetzwerk Europa Cinemas zur Verfügung gestellt. Im Bereich darstellende Kunst ist ein mit € 2 Mio dotiertes Stipendienprogramm in Planung, das einen Schwerpunkt auf online und virtuelle Maßnahmen setzen wird. Das Budget des Calls für „literarische Übersetzungen“ wurde mit € 1 Mio aufgestockt.  


Die Social Media Kampagne #CreativeEuropeAtHome  "Discover the Art of Creative Europe from Home" ruft Fördernehmer:innen auf, ihre Projekte online zu präsentieren.

Information zur Unterstützung der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) 

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) stellt 50.000€ zur solidarischen Unterstützung von durch die Corona-Krise in Not geratenen Theaterschaffenden zur Verfügung. Der Betrag stammt aus dem Helene-Achterberg-Hewelcke-Hilfsfonds. Die Schauspielerin hatte der GDBA für solche Zwecke ihr Vermögen hinterlassen. Um möglichst vielen Betroffenen Unterstützung zuteil werden zu lassen, erhalten Empfängerinnen und Empfänger jeweils 500 Euro, um deren Situation ein klein wenig zu erleichtern.

Die GDBA orientiert sich bei der Vergabe der Gelder an den Vorgaben des Helene-Achterberg-Hewelcke-Hilfsfonds. Antragstellerinnen und Antragsteller müssen ihre Notlage daher begründen. Einzelheiten und Informationen zum Antrag per Mail anfordern: gdba@buehnengenossenschaft.de.
Achtung: Die Antragsannahme ist wegen ausreichend Anträgen vorübergehend ausgesetzt. Die eingegangenen Anträge werden zunächst geprüft.

Information zu GEMA-Corona-Gutschriften

Als Teil des Maßnahmepakets der GEMA während der Corona-Pandemie ist beschlossen worden, dass für den Zeitraum behördlich veranlasster Schließungen keine GEMA-Lizenzgebühren berechnet werden und die Lizenzkosten für diesen Zeitraum erstattet werden. Die Beantragung der GEMA-Gutschriften soll ab Mitte September möglich sein. Voraussetzung für deine Gutschrift bzw. Rückerstattung ist, dass Musiknutzer:innen seine individuellen Betrieschließzeiten der GEMA über das GEMA-Onlineportal ab Mitte September 2020 mitteilt. Hierzu ist es notwendig, sich über ein bestehendes Profil bei der GEMA einzuloggen oder ein entsprechendes Profil anzulegen. Im GEMA-Onlineportal kann dann unter der Kachel „Schließung von Betrieben“ die Kundennummer und ein spezieller Code eingegeben werden, um danach die individuellen Schließzeiten eingeben zu können. Dabei wird zwischen Teil- und Gesamtschließungen unterschieden. Der genannte, spezielle Code wird den Musiknutzer:innen ab Mitte September 2020 per Post zugesandt. Diejenigen, die ein solches Schreiben nicht erhalten, können den Code im Online-Portal anfordern und damit den postalischen Versand desselben auslösen. 

Informationen zu einer Social Solidarity Hour für Coaching


Für Menschen, die in den darstellenden/performativen Künsten tätig sind, stellt die Coaching-Agentur Zeitigen eine sogenannte Social Solidarity Hour zur Verfügung. Darin wird kostenloses Coaching-, Mediations- und/oder Selbsthilfe-Stunden für Theatermacher:innen angeboten, die sich gegenwärtig in Not oder schwierigen finanziellen Bedingungen befinden und sich diese Stunden nicht leisten können. Dieses Angebot ist begrenzt und auf die Zeit der aktuellen Ausnahmesituation beschränkt.

Informationen zu virtuellen Events

Viele Kolleg:innen sprechen jetzt von virtuellen Events. Die wesentliche Frage ist: Kann ich virtuelle Formate für mein Event nutzen? Und wenn ja, was ist mein nächster Schritt? Und: Welche Arten von virtuellen Events gibt es überhaupt? Was sind die jeweiligen Vorteile und Herausforderungen? 
Hier gibt es eine Übersicht mit Hinweisen und Tools die zur Nutzung von virtuellen Veranstaltungen genutzt werden können:

Informationen zu einem kostenlosen Büro-Guide: Sicher zusammen arbeiten trotz Corona 

Zitronengrau, die Leipziger Agentur für Markenbildung, hat Poster mit den wichtigsten Verhaltensregeln fürs Büro gestaltet und stellt diese kostenlos zur Verfügung. Sie möchten so beim Öffnen der Institutionen helfen. Dieser Guide zeigt die wichtigsten Regeln für das Verhalten im Büro – als Poster einfach zum Ausdrucken oder bei ihnen anfordern und an die Wand pinnen.
Der Download enthält:
// Poster mit Übersicht aller Verhaltensregeln für A4 oder A3
// 3 Erinnerungen in A4 für direkte Hinweise 

Informationen zur Plattform Creatives Unite der EU

Die Europäische Kommission hat die Plattform Creatives Unite gelaunched. Sie soll Kultur- und Kreativschaffenden ein Forum bieten, um sich über Coronakrise-bezogene Informationen und Initiativen auszutauschen. Ein einziger Raum soll Zugang zu relevanten Netzwerken und Organisationen bzw. die gemeinsame Erstellung und das Hochladen von

Beiträgen ermöglichen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Kommissions-Pressemitteilung: https://ec.europa.eu/culture/news/coronavirus-new-platform-cultural-and-creative-stakeholders_de

Informationen zu virtuellen Events

Viele Kolleg:innen sprechen jetzt von virtuellen Events. Die wesentliche Frage ist: Kann ich virtuelle Formate für mein Event nutzen? Und wenn ja, was ist mein nächster Schritt? Und: Welche Arten von virtuellen Events gibt es überhaupt? Was sind die jeweiligen Vorteile und Herausforderungen? 
Hier gibt es eine Übersicht mit Hinweisen und Tools die zur Nutzung von virtuellen Veranstaltungen genutzt werden können:

Informationen zum Homeoffice

Das größte Problem im Homeoffice ist häufig die wegfallende persönliche Kommunikation. Dementsprechend gefragt sind derzeit vor allem Programme, die Gruppenchats per Video ermöglichen. Um das eingeschränkte Leben während der Corona-Pandemie zu erleichtern, stellen zahlreiche Unternehmen ihre Programme und Apps derzeit für einige Wochen oder Monate gratis zur Verfügung. 

Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit der Homeoffice-Pauschale 

Durch die Corona-Pandemie hat sich die Arbeitswelt verändert. Viele Arbeitnehmer üben deswegen ihre berufliche Tätigkeit zuhause aus (Homeoffice). Doch nicht immer verfügen sie über einen separaten Raum, der steuerlich als Arbeitszimmer akzeptiert wird. Für 2020 und 2021 können Arbeitnerhmer jetzt eine Homeoffice-Pauschale in Ihrer Steuererklärung geltend machen können. 

Im Zeitraum vom 1.1.2020 bis 31.12.2021 können Arbeitnehmer, die zuhause arbeiten und deren Arbeitsplatz nicht die steuerlichen Voraussetzungen für ein Arbeitszimmer erfüllt, einen Pauschalbetrag von 5 Euro pro Tag als Werbungskosten geltend machen. Maximal sind 600 Euro im Jahr absetzbar (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG und § 52 Abs. 6 Satz 13 EStG, eingefügt durch das „Jahressteuergesetz 2020„).
Achtung: Die neue „häusliche Arbeitsplatzpauschale“ wird – ebenso wie andere Werbungskosten – mit dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro verrechnet. Das heißt, eine Steuerersparnis gibt es erst dann, wenn die Werbungskosten insgesamt mehr als 1.000 Euro betragen.
Das sind die neuen Regelungen für die Homeoffice-Pauschale:

  • Der Typusbegriff des häuslichen Arbeitszimmers ist keine Tatbestandsvoraussetzung für den Abzug der Pauschale, sodass die Tätigkeit z.B. auch in der Küche oder im Wohnzimmer ausgeübt werden kann. Mit der Tagespauschale sind alle (Mehr-)Aufwendungen für die Nutzung der häuslichen Wohnung abgegolten.
  • Der Pauschalbetrag für die Nutzung des Arbeitsplatzes in der Wohnung wird nur für die Kalendertage gewährt, an denen die berufliche Tätigkeit ausschließlich in der Wohnung ausübt und keine andere Betätigungsstätte aufgesucht wird.
  • Fährt der Arbeitnehmer an einem Tag zusätzlich zu seiner ersten Tätigkeitsstätte, kann die Tagespauschale von 5 Euro nicht abgezogen werden, sondern nur die Fahrtkosten mit der Entfernungspauschale. Falls die Fahrt im Rahmen einer Auswärtstätigkeit erfolgt, sind die Fahrtkosten mit der Dienstreisepauschale abziehbar. Ein Nebeneinander von Pauschalbetrag und Fahrtkosten ist nicht zulässig.
  • Übt der Arbeitnehmer verschiedene betriebliche oder berufliche Tätigkeiten aus, sind sowohl die Tagespauschale von 5 Euro als auch der Höchstbetrag von 600 EUR auf die verschiedenen Betätigungen aufzuteilen; die Beträge werden nicht tätigkeitsbezogen vervielfacht.
  • Aus Vereinfachungsgründen können auch Arbeitnehmer, bei denen die Abzugsvoraussetzungen eines Arbeitszimmers vorliegen, anstelle der nachgewiesenen Kosten (bis 1.250 Euro oder unbegrenzt) den Pauschalbetrag absetzen. Das wäre dann von Vorteil, wenn die tatsächlichen Kosten wesentlich unter 1.250 Euro liegen oder keine Neigung besteht, diese im Einzelnen nachzuweisen.

Die Regelung für die Homeoffice-Pauschale soll einfach anwendbar sein. Daher sieht sie keine Einschränkung für den Fall vor, dass bei gemeinsam Nutzungsberechtigten einer Wohnung (auch) ein Mitbewohner eigene Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (1.250 Euro) oder die Tagespauschale für einen häuslichen Arbeitsplatz (5 Euro) abzieht. Im Übrigen sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass das oben Gesagte sinngemäß auch für Gewerbetreibende und Freiberufler:innen gilt, die sich im Homeoffice befinden. Auch sie können also von der Pauschale profitieren. 

Informationen zur rechtlichen Umsetzung von Homeoffice 

Nach Wochen der Corona-Krise gehört das Arbeiten im Homeoffice für viele Beschäftigte bereits zum Alltag. Die Bertelsmann Stiftung hat einen Leitfaden insbesondere für kleinere Betriebe ohne Personalabteilungen entwickelt, wie sie auch über die Krise hinaus auf digitale Arbeitsweisen umstellen können, die mit dem geltenden Recht im Einklang stehen.

Informationen zu Online-Tools

Gruppenchats, Videomeetings, Onlinekalender, Zeit-Erfassung, Clouds: Damit die Zusammenarbeit im Team so reibungslos wie möglich verläuft, auch wenn sich nicht alle am selben Ort befinden, gibt es hier Liste mit Online-Tools:

Informationen zur Planung von Telefonkonferenzen

Wer sich schnell und unkompliziert im Inszenierungsteam besprechen will, ohne am selben Ort zu sein, ist mit einer Telefonkonferenz gut beraten. Doch wie bekomme ich sie am schnellsten umgesetzt? Wie plane ich am besten eine Telefonkonferenz ? Welche Anbieter gibt es? Was gibt es für Tipps zur Moderation und Durchführung?