Veranstaltungsangebote 

am 06. August 2020 nach Vereinbarung | Servicestelle FREIE SZENE Dresden

Dramaturg:innensprechstunde #1

Sechs Tanz- und Theatermacher:innen aller Genres erhalten die Möglichkeit vor den unmittelbaren Antragsfristen, eine Konsultation mit den Dramaturg:innen Katrin Breschke und Helge-Björn Meyer zu erhalten, um sich fachlichen Rat in inhaltlich-dramaturgischen Fragen, die beispielsweise bei der Erarbeitung von Einreichungen, Konzepten oder im aktuellen Probenprozess auftreten, einzuholen. Ziel ist es, in einem möglichst frühen Stadium des künstlerischen Arbeitsprozesses geeignete Perspektiven, Verfahren und Materialien zur Annäherung und schriftlichen Fixierung an eine Inszenierungsidee zu finden. 

Basis für die Einzel-Gespräche sollen schriftliche Kurzkonzepte sein, die der Anmeldung neben einem kurzen CV sowie einer Fragestellung beizufügen sind. Diese Kurzkonzepte können im Nachhinein als Basis von Bewerbungen für Fördergelder oder Stipendien genutzt werden. In einem einstündigen Meeting können diese Konzepte diskutiert werden. Dabei wird auf  Unklarheiten hingewiesen und zur Reflexion der künstlerischen Praxis angeregt. 


Katrin Breschke studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie an der TU Dresden bevor sie 2005 an der Hessischen Theaterakademie bei Hans-Thies Lehmann Dramaturgie studierte. 2008/2009 war sie als Dramaturgin am Theater und Philharmonischen Orchester Heidelberg engagiert. Im Anschluss war sie als Schauspieldramaturgin am Staatstheater Nürnberg, dem Staatstheater Braunschweig und zuletzt von 2017 bis 2020 am Staatsschauspiel Dresden. Außerdem begleitete sie spartenübergreifende Arbeiten zwischen Schauspiel und Musiktheater, u. a. mit Michael Talke und internationale Projekte mit Jonas Corell Petersen, Marta Górnicka und Camille Dagen. Von 2017 bis 2020 war sie Mitglied er Facharbeitsgruppe Darstellende Kunst beim Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden. 

Helge-Björn Meyer studierte Philosophie und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. 2001 bis 2004 war er als Schauspieldramaturg am Bremer Theater tätig. Am Theater Magdeburg arbeitete er von 2004 bis 2006 als Tanz- und Musiktheaterdramaturg. 2005 bis 2007 arbeitete er als Tanzdramaturg für die Biennale da la Danza di Venezia (Italien). Seit 2007 wirkte er als Gastdramaturg an diversen Theatern und für Festivals, wie dem Hebbel am Ufer Berlin, den Berliner Festspielen, Maxim-Gorki-Theater Berlin, Deutsches Nationaltheater Weimar, Schauspiel Leipzig, Théâtre Nationale Rennes (Frankreich), Vereinigte Bühnen Bozen (Italien), Nationalballett Pristina (Kosovo), Nationaltheater Tuzla (Bosnien-Herzegowina). 2010 bis 2015 war er als Tanzdramaturg an der Oper Graz (Österreich) tätig. 2013 gründete er das Performancekollektiv Richter/Meyer/Marx (Berlin), das mit verschiedenen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Er ist Teil von unterschiedlichen Gremien, Fachbeiräten und Jurys, wie das nationale Residenzprogramm flausen - young artists in residence.


Die Teilnahme an der Konsultation ist kostenlos, die Plätze limitiert.

Um eine Bewerbung wurde per E-Mail bis zum 20. Juli 2020 gebeten.


Eine zweite Dramaturg:innensprechstunde wird im Januar 2021 angeboten.

Veranstaltungsort: nach Vereinbarung

#pros #beginners #students #amateurs

am 06. August 2020 von 18 bis 21 Uhr | online

Sächsischer Digital-Stammtisch N°1

Sie möchten sich finden und gegenseitig sichtbar werden:
Freie Performing-Arts-Produzent:innen für den Produktionsstandort Sachsen.

Seit 2018 gibt es in Dresden einen regelmäßigen Stammtisch frei arbeitender Produzent:innen in den Darstellenden Künsten. Austausch, Unterstützung, gegenseitige Beratung und das Weiterleiten von Jobanfragen sind wesentlicher Bestandteil.
Der Stammtisch wird nun auf ganz Sachsen ausgeweitet – wie viele Produzent:innen arbeiten für die hiesigen Szenen und wie sind sie vernetzt? Das soll ohne Reiserei gehen, also digital auf Zoom (oder bei dringendem Wunsch auf einer anderen Plattform).

Die Teilnahme am Stammtisch ist kostenlos, die Anzahl der aktiven Plätze jedoch begrenzt.

#pros #beginners #students #amateurs 

am 08. September 2020 von 18 bis 20 Uhr | Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

EINBLICKE#2: Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen stellt sich vor

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ist einer der wichtigsten Partner der frei produzierenden Darstellenden Künste auf der Landesebene: Einzelprojekt-, Gastspiel-, Konzeptions- und Rechercheförderung bilden die Basis seiner regulären Förderprogramme. Die Kulturstiftung fördert Künstler:innen aller Sparten und Formen des professionellen frei produzierenden Theaters und Tanzes, um der hohen Bedeutung dieses Kunstfeldes gerecht zu werden und einen substantiellen Beitrag zur Weiterentwicklung einer vielgestaltigen Theater-, Performance- und Tanzszene in Sachsen zu leisten. Wie arbeitet die Kulturstiftung, und welche Voraussetzung sollten für eine Antragsstellung erfüllt sein?
Die Veranstaltung richtet sich an Künstler:innen, die bisher erfolglos oder noch keine Anträge auf Förderung bei der Kulturstiftung gestellt haben.

Referent:innen: Johannes Schiel (Stellv. Stiftungsdirektor
sowie Referent für Darstellende Kunst und Musik, Gastspielförderung freie Theater
Recht und Verwaltung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen) und Angelica Burkhardt (Projektsachbearbeiterin für Darstellende Kunst und Musik, Gastspielförderung freie Theater der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen)
 
EINBLICKE ist eine Veranstaltungsreihe der Servicestelle FREIE SZENE, bei der sich Vertreter:innen aus Kulturverwaltungen und Entscheidungsgremien aus dem Freistaat Sachsen Vertreter:innen aus den freien darstellenden Künsten in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld vorstellen und Fragen zu ihrer Tätigkeit beantworten.


Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


Die Teilnahme an EINBLICKE ist kostenlos, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt.
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten.

Veranstaltungsort: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden


#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators

am 16. September 2020 von 10 bis 16.30 Uhr | Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus

Workshop: Tanz und Theater mit Darsteller:innen mit Behinderung

Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für die künstlerische Arbeit mit Menschen mit Behinderung interessieren und ihre Arbeit gerne für diese öffnen möchte, aber nicht wissen, wie. Farbwerk e.V. arbeitet seit über 10 Jahren künstlerisch mit Menschen mit Behinderung und gibt einen Einblick in seine Erfahrungen, Arbeitsmethoden und Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit einem Teil des Ensembles gestalten sie diesen Workshop, der so zu einem Begegnungs- und Erfahrungsraum wird.

Leitung: Jacqueline Hamann, Silke Struck (Farbwerk e.V. Dresden)
 
Eine Kooperation mit der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich.
Mit freundlicher Unterstützung von Deutscher Bühnenverein - Landesverband Sachsen und der Bürger:Bühne am Staatsschauspiel Dresden.


Dieser Workshop ist Programmpunkt von DIVERS connect - Zukunftslabor Inklusion und Freie Darstellende Künste in Sachsen.


Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt.
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten. 
Das Kleine Haus des Staatssschauspiel Dresden ist für Rollstuhlfahrer:innen barrierefrei zugänglich. Das Kleine Haus verfügt über einen Fahrstuhl und ein barrierefreies WC. Weitere Bedarfe in Bezug auf die Barrierefreiheit des Workshops sind bitte vorab anzumelden.

Veranstaltungsort: Kleines Haus/Staatsschauspiel, Glacisstraße 28, 01099 Dresden


#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators

am 30. September 2020 von 19 bis 21 Uhr | Projekttheater Dresden

WERKEN VI: Strategien für (internationale) Koproduktionen und Touring

Keine Koproduktion, Kooperation oder Tour ohne Netzwerkaufbau und Netzwerkpflege: Welche Netzwerke und Förderungen gibt es? Nach welchen Kriterien begebe ich mich auf die Suche? Wo fange ich an? Und warum das Ganze überhaupt?

 
Leitung: Katja Sonnemann (Berlin)

Katja Sonnemann ist Initiatorin und Leiterin der AKADEMIE für Performing Arts Producer und freie Produzentin, Dozentin, Mentorin und Beraterin. Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen arbeitete sie u.a. als Tourmanagerin für Sasha Waltz & Guests und Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros und Disponentin an der Schaubühne am Lehniner Platz. Danach war sie Leiterin der Produktionsabteilung des Festivals Theater der Welt 2005 in Stuttgart und von 2006 bis 2009 Chefdisponentin am Maxim-Gorki-Theater Berlin. 2010 bis 2012 arbeitete sie als Company Managerin (Elternzeitvertretung) und freie Produzentin von Rimini Protokoll und von 2012 bis 2017 als Company Managerin von andcompany&Co. Sie ist Teil der Agentur Wilson*Borles Arts Management, eine Rahmenvertragsagentur der Kulturstiftung des Bundes. Sie gibt Workshops und Seminare in den Performing Arts (PAP Berlin, HfS Ernst Busch, Kulturstiftung des Bundes, Kulturförderpunkt u.a.) und berät verschiedene nationale und internationale Künstler:innen und Companies. Sie ist Mitglied von IETM, LAFT und ITI Germany.
 
WERKEN ist eine Kooperation mit Kreatives Sachsen – das Sächsische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft.


WERKEN wendet sich speziell an professionell tätige Tanz- und Theaterschaffende sowie Kulturproduzent:innen und Studierende der künstlerischen Hochschulen in Sachsen. Dabei soll aus den Bedürfnissen der Künstler:innen heraus für verschiedene relevante Thema zu Produktion und Vermarktung sensibilisiert, Wissen vermitteln und zum proaktiven Handeln angeregt werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt. Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten.  
Mit freundlicher Unterstützung vom Projekttheater Dresden.


Veranstaltungsort: Projekttheater Dresden, Louisenstr. 47, 01099 Dresden 


#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators

am 05. Oktober 2020 von 19 bis 21 Uhr |  LOFFT – DAS THEATER Leipzig und als Live-Stream 

Perspektive Inklusion! Mixed-ability im Tanz - Die FORWARD DANCE COMPANY stellt sich vor 

Das neue Gesprächsformat Perspektive Inklusion! stellt Akteur:innen des sächsischen Kultur- und Hochschulbereichs vor und setzt sich mit der Frage auseinander, wie Inklusion im Kontext von Kunst und Kultur realisiert werden kann. 

Die Themen Inklusion, Diversität und Vielfalt bestimmen viele Arbeitsfelder zeitgenössischer Kunst. Im zeitgenössischen Tanz werden diese Themen körperlich auf der Bühne ausgehandelt: Welche körperlichen Normen und Regeln existieren im zeitgenössischen Tanz? Was sind die individuellen und gesellschaftlichen Haltungen zu Differenz und Unterschiedlichkeit der Körper? Welche Potentiale für die Sprachen des Tanzes ergeben sich aus verschiedenen Perspektiven auf Körper?


LOFFT-DAS THEATER in Leipzig etabliert die erste professionelle mixed-abled Tanzcompany an einem freien Theaterhaus im deutschsprachigen Raum. Gustavo Fijalkow, künstlerischer Projektleiter der FORWARD DANCE COMPANY, gibt Auskunft über Visionen, Vorhaben und Vorbilder und stellt die Arbeit dieser einmaligen Company vor, in der Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt wirken. Im Anschluss diskutiert Eva Jünger mit Vertreter:innen von Ausbildungs- und Kulturinstitutionen, wie Prof. Katharina Christl von der Palucca - Hochschule für Tanz Dresden,  über die Ausbildungs- und Arbeitssituation von Kulturschaffenden mit Behinderung.


Perspektive Inklusion! ist eine Veranstaltungsreihe des Runden Tisches für Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung und wird in Kooperation mit der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen, der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, der Servicestelle Freie Szene und LOFFT - DAS THEATER realisiert.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt. Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten. 


Veranstaltungsort: LOFFT - DAS THEATER, Spinnereistraße 7/Halle 7, 04179 Leipzig


#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators

am 06. Oktober 2020 von 19 bis 21 Uhr |  Societaetstheater Dresden

DISKURS #5: Cultural Governance - Freie Künstler:innen in kulturpolitischen Entscheidungsprozessen 

Kulturpolitik ist im Sinne einer Cultural Governance ist so gestaltet, dass nicht nur die Politik und nachgeordnet die Verwaltung in Entscheidungsprozesse einbezogen sind, sondern auch diejenigen, um die es geht: Künstler:innen, Kulturschaffende, Bürger:innen. Wie kann dieser Prozess gestaltet werden? Welches Konfliktpotenzial und Möglichkeiten für Allianzen bestehen in Verhandlungen? Wie wird warum von wem argumentiert?

Die Sozialwissenschaftlerin und Stadtsoziologin Janet Merkel beschäftigt sich mit Beispielen aus den freien darstellenden Künsten und fragt, warum Cultural Governance oft scheitert und wie verantwortungsvolles (Mit-)Gestalten aussehen könnte. 


Janet Merkel arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind die sozialen Organisations- und Produktionsbedingungen von Kultur- und Kreativwirtschaft in Städten, Urban Governance und Stadtpolitik sowie kulturell-kreative Arbeit und Kulturpolitik. Sie arbeitete u.a. am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, am „Centre for Cultural Policy“ der Hertie School of Governance und war von 2015-2018 Assistenzprofessorin für Kultur und Kreativwirtschaft an der City, University of London. Anfang 2019 hat sie in Berlin das Institute for Cultural Governance mitbegründet.
 
DISKURS ist ein Gesprächsformat über Positionen zeitgenössischer Kulturpolitik und Kunstproduktion.
DISKURS ist eine Kooperation mit dem Societaetstheater Dresden. 
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt. Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten.


Veranstaltungsort: Societaetstheater Dresden, An der Dreikönigskirche 1A, 01097 Dresden


#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators

am 13. Oktober 2020 von 19 bis 21 Uhr |  Hole of Fame Dresden

Brot_lose_Kunst III: Solo, Duo, Kollektiv? Formen künstlerischer Kollaborationen 

Gespräch bei Brot and Dips mit Paul Elsner (Bildender Künstler), Cindy Hammer (Choreografin) & Prof. Olaf Katzer (Musiker) zu Gruppenarbeit und Selbstorganisation

 

Wir bringen das Brot. Ihr macht eure eigenen Dips! Und damit es beim Schnippeln nicht langweilig wird, stellen wir euch drei Expert:innen der Freien Szene zum Schnack an die Seite - für Fragen um das Arbeiten in offenen oder festen Künstlergruppen: Weshalb es als Alleinkämpfer:in oftmals weniger Spaß macht, Künstler:in zu sein. Wie eine Künstlergruppe mit den Ecken, Macken und Kanten seiner Mitglieder klarkommt und Krisen meistert. Was ein funktionierendes Künstlerkollektiv braucht, um gemeinsam gleichberechtigt Kunst zu machen und ein Auskommen zu haben.

 

Künstler:innen aus den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, die in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen erfolgreich tätig sind, sprechen über ihre Erfahrungen und geben euch Tipps:


Paul Elsner studierte Architektur in Dresden und Liverpool, arbeitete als Stadtplaner für die Stadt Dresden und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Architekturfakultät der TU Dresden. Seit 2003 wendet er sich der Bildenden Kunst zu: Gründung von Lumopol - Plattform für (Licht-)künstlerische Interventionen im Stadtraum. Es erfolgte 2007 die Gründung von GEH8 Kunstraum und Ateliers - Ateliergemeinschaft und Projektraum für aktuelle Kunst.  Seither zahlreiche Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland als bildender Künstler, Kurator und Organisator. Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in der Baumwollspinnerei Leipzig im Jahr 2010. 2011 war er Stipendiat des Freistaates Sachsen in Columbus/Ohio und 2012 Gast im Goetheinstitut Rotterdam im Rahmen des Künstleraustauschs zwischen Dresden und Rotterdam. Paul Elsner leitet den GEH8 KUNST RAUM ATELIERS in Dresden-Pieschen.

 

Cindy Hammer begann im Jahr 2000 Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden zu studieren, abgeschlossen im Jahr 2010 mit Diplom. 2009 bekam sie das Arnhold-Esther-Seligmann Stipendium, welches sie zum American Dance Festival in Durham, North Carolina führte. 2010 gründete sie zusammen mit dem Musiker Siggy Blooms das Künstlerkollektiv Go Plastic, welches Bühnenaufführungen, Club-Auftritte und Kurzfilme hervorbrachte. Im Jahr 2012 entwickelte sie aus dem Go Plastic collective die Tanztheater Gruppe Go Plastic Dance Theatre. Zudem arbeitet sie in Kooperation mit HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, LOFFT Leipzig, projekttheater Dresden, TENZA-Schmiede, Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Sie ist Mitglied von TanzNetzDresden. Cindy trat als Tänzerin und mit ihren eigenen Stücken in Städten wie New York City, Montreal, Paris, Amsterdam, Skopje, Berlin, Stuttgart, Bielefeld, Leipzig und Dresden auf.

 

Prof. Olaf Katzer studierte Musik und Psychologie in München, Weimar und Dresden. Bereits während des Studiums gründete er 2007 das Ensemble AUDITIVVOKAL DRESDEN, welches er seitdem künstlerisch leitet und über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht hat. Über 60 Ur- und Erstaufführungen, Gastspiele bei zahlreichen Festivals und Rundfunkaufnahmen dokumentieren sein Engagement für die zeitgenüssliche Vokalmusik. Im transdisziplinären Austausch mit Sängern, Instrumentalisten, Tänzern, Komponisten, Malern, Regisseuren und Wissenschaftlern entwickelt er in nachhaltigen und unkonventionellen Programmgestaltungen eine zeitgemäße Ensemblekunst für das 21. Jahrhundert. 

 

Brot_Lose_Kunst ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Servicestelle FREIE SZENE, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Hochschule für Musik Dresden sowie dem Filmverband Sachsen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung vom Hole of Fame Dresden.
Der Eintritt ist zu frei und inkludiert einen Imbiss (ohne Getränke). Aufgrund von Covid19-bedingten Schutzmaßnahmen stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. 
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung wird gebeten. 


Veranstaltungsort: Hole of Fame, Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden


#beginners #students 

Premieren in Sachsen

Seit dem 18. Mai 2020 können im Freistaat Sachsen Theater öffnen - sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. 

15. August 2020
Rosswein, Rathaus: 1001 NACHT

16. August 2020
Chemnitz, Küchwaldbühne: VON WAS DU TRÄUMST ÜBERMORGEN

17. August 2020
Dresden, Saloppe: DIENER DREIER HERRN

21. August 2020
Leipzig, Westflügel: SOMMERFEST - PROLOG

Rückblicke


am 11. Juli 2020 in der TENZA Schmiede Dresden 

WERKRAUM#2: Der Einsatz von Requisiten in Performances als Klangobjekte 

Es wurden Möglichkeiten der Interaktion mit Objekten und Materialien durch Klang und Berührung untersucht. Materialien verstanden als Dinge und Materien mit denen wir leben und die besondere Eigenschaften, Geschichten und Widerstände haben. Dies regte zu materialbasierten, klangraumbezogenen Praktiken an und zu einem bewussteren Umgang mit Requisiten als Spielpartnern.


 Workshop-Leitung: Janine Eisenächer (Berlin)


 Mit freundlicher Unterstützung der TENZA Schmiede Dresden.

  
 #pros #beginners #students #amateurs

am 06. Juli 2020 im Kulturrathaus der Stadt Dresden

EINBLICKE#1: Das  Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden stellte sich vor

Wie ist die Kulturverwaltung der Stadt Dresden aufgebaut? Wer arbeitet wo und auf welchem Tätigkeitsgebiet? Was passiert mit (m)einem Antrag auf Projektförderung? Wie (und warum) werden Kulturfördermittel im Kommunalen Haushalt überhaupt bereitgestellt? Wie viele Antragsgebiete werden bearbeitet? Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Was unterscheidet Institutionelle Förderung von Projektförderung? Das Stellen von Fragen war bei diesem zweistündigen Format ausdrücklich erwünscht. 

Impuls: Stephan Hoffmann (Referent für Darstellende Kunst/Internationales beim Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden)

 
Mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Kultur und Denkmalschutz Dresden.

   

#pros #beginners #students #amateurs #multiplicators #veterans

Digitale Festspiele

Neue Medien, neue Formate, neuer künstlerischer Output

Wir präsentierten  vom 01. April 2020 bis 30. Juni 2020 zugesandte digitale Shows!

»Invitation To Dance«  

von C.O.R.E. Dance Projects (2020)

 "Die eigenen vier Wände sind in den letzten Wochen stärker denn je ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Sie sind Arbeitsraum, Klassenzimmer, Rückzugsort geworden. Im Kurzfilm „Invitation To Dance“, der aus einem einzigen Schnitt besteht, lassen die Choreografen Helena Fernandino und Wagner Moreira das Wohnhaus zum Entstehungsort eines künstlerischen Schaffensprozesses werden, der sich aufgrund der momentanen Situation nicht vor großem Publikum aufführen lässt. Das Wohnhaus, das den beiden als Bühne gilt, ist dabei kein geringeres als das Haus Schminke in Löbau, eines der wichtigsten Exemplare der klassischen Moderne. Moreira, der ab der Spielzeit 2020/21 zudem die Leitung der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen übernimmt und Fernandino machen sich das Haus Schminke zu eigen und beleben es auf wunderbare Weise. Filmisch realisiert wurde „Invitation to Dance“ von Steffen Krones (Lax Films) und musikalisch begleitet von Simone Ferrini. "


 
 

Directed by: Steffen Krones

Concept: Wagner Moreira

Choreography and Performance : Helena Fernandino & Wagner Moreira_ C.O.R.E. Dance Projects

Piano/Music adaptation: Simone Ferrini

Assistant Director: Mjriam Mager

Supported by : so geht sächsische. 

Stiftung Haus Schminke. 

»Pandemie – Eine Wiedergängerin«  

ein Theaterfilm von Marie Bues, Niko Eleftheriadis, Marie Ulbricht, Annatina Huwiler und Luise Heiderhoff (2020)

In PANDEMIE – EINE WIEDERGÄNGERIN (Theaterfilm) führt das Virus eine Ärztin und einen Patienten im weitläufigen Labyrinth der Bühnenräume des HAUS DER ANTIKÖRPER zusammen. In gemeinsamer Quarantäne geben sie sich allen Phasen der Untersuchung, Diagnose, Aufklärung, Behandlung und entsprechenden Wechselwirkungen hin. Aus gegenseitiger Ansteckung, Immunisierung, Gefährdung und Heilung erwächst das Modell einer eigensinnigen, widerständigen und stolzen Gemeinschaft.

 

Unter Einfluss der geltenden Hygienestandards probten Tänzer:innen, Schauspieler:innen und Musiker:innen in ihren Wohnungen in Stuttgart, Antwerpen, Richmond, Marseille, Berlin, Weinstadt, München und Hamburg sowie im Theater Rampe.

Mit ihren Mobiltelefonen, teils mit Unterstützung ihrer jeweiligen häuslichen Gemeinschaften, drehten sie viele Szenen selbst. So entstand das virtuelle HAUS DER ANTIKÖRPER.

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und durch die Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg.

»Beethoven - Ein Geisterspiel«  

ein Projekt von Jan-Christoph Gockel (2020)

 Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens realisiert das Staatstheater Mainz ein spartenübergreifendes Projekt, in dem die durch den Gehörverlust verbundene Isolation und Vereinsamung des Künstlers im Mittelpunkt steht.

 

Inszenierung und Fernsehregie: Jan-Christoph Gockel

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer

Bühne: Julia Kurzweg

Kostüme: Sophie Du Vinage

Puppenbau und -spiel: Michael Pietsch

Dramaturgie: Ina Karr, René Michaelsen und Jörg Vorhaben

Licht: Ulrich Schneider, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny

Klavier: Fiona Macleod

Redaktion ZDF/3sat: Jule Broda und Dietmar Klumm.

Mit: Anika Baumann, Michael Dahmen, Vincent Doddema, Rüdiger Hauffe, Michael Pietsch.

Mitglieder des Opernchors und des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

 

Foto: Torsten Silz

»parallel situation«  

von  Barbara Lubich & Anna Till (2017)

 In „parallel situation“ treffen Tanz und Fotografie in Echtzeit aufeinander. In einem performativen Dialog verhandeln Barbara Lubich und Anna Till die Kraft von Bildern. Der Bühnenraum verwandelt sich in Bildflächen und die Bewegung wird zum Motiv. Die Aufnahmen entstehen im Moment der Performance und eröffnen ungewöhnliche Perspektiven und Details: Augenblicke maximaler Körperspannung, bizarre Bildausschnitte oder das lustvolle Spiel zwischen Schärfe und Unschärfe werden unmittelbar in die Gegenwart projiziert.

Live zu sehen am 21. Januar 2021 im LOFFT - Das Theater!


 artistic direction & performance | Barbara Lubich, Anna Till
 photography l Barbara Lubich
 dance l Anna Till
 music & sound composition l Nikolaus Woernle
 text l Ulrike Feibig
 stage & costume design l Konstanze Grottkopp
 light design & technical support l Martin Mulik
 dramaturgy l Nora Otte
 layout catalogue l Juliane Schmidt
 production l Bettina Lehmann 

Aufnahme: Clemens  Mart

»Im Auge des Tanzes«  

von

 Ursula Gigler-Gausterer – Herwig Baumgartner – Valentina Moar – Gerhard Nierhaus 

 im Rahmen der internationalen Bühnenwerkstatt (2013)

Emotional eyes. 

Eine vertanzte Relativitätstheorie im Makro- und Mikrokosmos. 

A celebration of the divine beauty. 

Ein Eintauchen des Betrachters, ein körperliches Empfinden in Bewegung und des Tanzes. 

Ein neuer Betrachtungsmoment in Struktur und Leichtigkeit.

 

Film, Konzept, Regie, Tanz, Komposition: 

Herwig Baumgartner

Ursula Gigler-Gausterer

Valentina Moar

Gerhard Nierhaus

 

Technische Informationen:

Circular Fisheye – Statische Kamera – Bildüberlagerung im Makro- und Mikrokosmos – 360°Dome

 

Mit freundlicher Unterstützung von Gall Pharma GmbH Graz.

»Ivory/Wintana«  

von Chagall (2020)

In dem Song "Ivory / Wintana" nutzt Chagall live ein multimediales System, bestehend aus den MI · MU-Handschuhen, dem MI · MU-Glover, dem Xsens-Anzug, VRee & Unity , um alle Bässe (mit Oszillatorkopfsteuerung) und Gesangseffekten zu spielen sowie zeitgleich die drei 'Chagavatars' in Echtzeit zu steuern.

"Ivory / Wintana" wurde in Zusammenarbeit mit Raven geschrieben und produziert.

Das Werk ist Frauen aus Blenheim Grove in Peckham, London gewidmet.

 

Kamera / Schnitt: Niels Groenendijk

Schlagzeug: Alvin Lee Ryan

Keyboard / Backing Vocals: Veera Lummi

Audioaufnahme: Sven de Hoog

Beleuchtung: Stefan Prokop

Creative Direction Visuals: Eduardo Fitch und Leyla Rees

Bewegungsrichtung: Leyla Rees 

»Potosí TV #1«  

vom Theater an der Ruhr (2020)

Korrespondenzschaltung in die bolivianischen Anden. 4067 Meter ü.M., Privacy Niece berichtet vom Marktplatz in Potosí. Die Luft ist dünn, die Sonne strahlt, ein Reichsadler verstellt den Blick auf die Silberminen im Cerro Rico. Dem Berg der Menschen frisst. Obdahir Smoothhard begrüsst in seiner Talkshow Sinead Randoville, die Schwester Privacy`s. Sinead berichtet via Skype von angeschwemmten Toten aus vergangenen Zeiten. „Es sind unsere Toten, die jetzt wiederkehren durch die Zeit“. Ein Streit entfacht. Korrespondenzschaltung in den Bauch der Erde. Anza Pamber sieht in die Vergangenheit: Ein Homo erectus kniet vor einem toten Tier. Stumm und tagelang. Dann erkennt er, dass er lebt und sterben kann. Ein Chor singt vom Neuen Humanismus. Der alte steckt im Stacheldraht. Oder wird, zwanzig Meter tief gesunken, gefressen von den Fischen.

 „o blick der sonne querfeldeinspazierend hin durch zeit und raum jahr für jahr für jahr für jahr eine nation neben der anderen spazierte hier vorbei hinterließ ihre spuren abdrücke bis niemand mehr wusste wirklich woher er gekommen wohin sie gegangen weshalb sie gestorben“ 

Darf Geschichte Zufall sein? 

Aufnahme: Francisca Pageo 

»and the band played on«  

von BBB Johannes Deimling (2016)

Eine Performance von BBB Johannes Deimling im Rahmen des Nomadic Art Festival, Bratislava 2016.

Kamera: Matthias Pick

»Sixty Minutes Smiling (Fake it till you make it!)«  

von Anna Witt (2020)

Material: Home-Office-Outfit. Stoppuhr.

Vorbereitung: Keine - einfach entspannen.

Aufgabe: Bringen Sie sich in eine gute Körperhaltung. Stellen Sie eine Stoppuhr ein. Behalten Sie Ihr professionelles Lächeln für die Dauer von 60 Minuten bei.

Tipp: Stellen Sie sich vor, Sie sind Mitglied eines Teams und haben das Gefühl, die Gruppendynamik virtuell zu erleben.

Aufnahme: Francisca Pageo 

»Orfeo & Majnun«  

von La Monnaie De Munt (2018)

"Orfeo & Majnun" ist in mehrfacher Hinsicht eine bahnbrechende Produktion. Eine Liebesgeschichte, die kulturelle Grenzen überschreitet und eine Partitur enthält, die westliche Klänge und orientalische Musik vereint und die künstlerischen Hintergründe von drei Komponisten, zwei Librettist:innen und zwei Regisseuren zu einem größeren Ganzen verschmilzt. Das vom Creative Europe-Programm der Europäischen Kommission finanzierte Projekt beleuchtete die Vielfalt von Brüssel, Europa und der Welt. 

Aufnahme: Francisca Pageo 

»Schau mich an!« 

von  Joachim Schloemer (2019)

Schau mich an! ist ein Tanzstück über das Leben im Licht und im Dunkeln. Ein Tänzer und eine Tänzerin tanzen wie verrückt, um in den Fokus der Aufmerksamkeit zu gelangen. Sie genießen das Licht – und brauchen manchmal auch Schatten…

Im Licht zu stehen ist schön. Wir werden gesehen! Aber zugleich braucht es dazu viel Energie: Wir müssen liken, posten, filmen – und uns mit Selfies darstellen. Der eine träumt von einem Dasein als Youtube-Star, die andere will Tiktok-Heldin werden. Man ist, was man postet: erfolgreich, schön und gut gelaunt. Aber was, wenn wir gerade nicht so gut drauf sind – wie präsentieren wir uns dann? Wohin mit der Trauer und dem Ärger? Wer sind wir im echten Leben?


 Choreografie: Joachim Schloemer
 Tanz: Victoria McConnell, Ahmed Soura
 Bühne/Kostüme: Anne-Sophie Raemy
 Video: Aaike Stuart
 Licht: Martin Pilz  

Aufnahme: René Löffler

»Movere Anam«  

 (2018)

Videoproduktion der Choreograph:innen Henrik Kaalund (Dänemark), Lis Wolsink (Niederlande) und Katja Keya Richter (Deutschland)

Entstanden am Agonda Beach Goa (Indien). 

»Water Will (in Melody)«  

von Ligia Lewis (2018)

“Water Will (in Melody)” ist eine fein gesponnene choreografische Aufführung für vier Tänzer*innen, die das Melodrama zum Ausgangpunkt nimmt. Mit der Sprache und dem Konzept des “Willens” ringend, schafft diese dystopische Fantasie einen Raum, in dem Verlangen, Imagination und das Gefühl eines nahenden Endes ausgehandelt werden. Hier entfaltet sich mit spielerischem Einfallsreichtum eine nasse und löchrige Landschaft: Sie wird zum Schauplatz für eine fiktive Ge­schichte, die von Instabilität, Neuschaffung und Katastrophen ge­zeichnet ist. Lewis eröffnet eine Welt, in der Stimmen und Gesten, Berührungen und Bewegungen wie Wellen fließen – sanft und stürmisch zugleich. Durch die Sprache der Mimesis beschäftigen sich Ligia Lewis und die Tänzer*innen mit der Durchlässigkeit des Theaters: Sie schaffen eine fantastisch anmutende Materialität, die von jeglichem metaphorischen oder symbolischen Gewicht befreit ist. Sich den Möglichkeiten des Haptischen hingebend, werden die Sinne aufgelöst, nur um wieder Form anzunehmen. Durch Prozesse der Entfremdung, der Veräußerung und der Verwirklichung lotet dieses Melodrama die Grenzen seiner eigenen Beschaffenheit aus. So erweckt es sowohl die emotionale Konstitution seiner Prota­go­nist*innen zum Leben als auch das Theater an sich. 

Aufnahme: Bomb Magazine

»JETZT«  

vom »Kollektiv Jetzt« in Kooperation mit dem Ensemble La Vie e.V. (2020)

Lockdown – eine Gesellschaft kommt zum Stillstand. Die ganze Gesellschaft? Nein! Eine unbeugsame Truppe von Künstler:innen hört nicht auf Widerstand zu leisten. 

  

Jetzt heißt es schnell umdenken, neu organisieren und den Kahn bloß nicht untergehen lassen. Die Wohnungen werden kurzerhand zu Ein-Personen-Probebühnen, die durch die unendlichen Weiten des Internet miteinander verbunden sind. Da sind Probleme vorprogrammiert: Nein, man will nicht jede:n Kolleg:in in Schlabberkleidung sehen! Warum hat das Internet schon wieder die letzten drei Sätze verschluckt? Wieso rennt dauernd der Mitbewohner durch das Bild? Wie probt man die Kuss-Szene? Und bekommt man den Analog-Punk dazu, sich doch bitte endlich Zoom zu installieren?

 

Ob das alles gut gehen kann erfahrt Ihr bei »JETZT«, der noch nie dagewesenen Scripted-Reality-Farce des »Kollektiv Jetzt« und dem Ensemble La Vie e.V.

 

Exklusiv in Eurem Internet.

Start am Do., 28.05.2020 um 20.30 Uhr


Mitwirkende:

Robert Florian Daniel, Elisabeth Englmüller, Sarah Finkel, Lea Göpel, Benjamin Hirt, Kristin Mente, Anja Neukamm, René Rothe, Pascale Ruppel, Patrick Schlegel, Thomas Schwalbe,        Paul Voigt, Rike Wagner, Dominik Weinmann, Julius Zimmermann und Steve

 

Gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalschutz des Landeshauptstadt Dresden


»Grenz TV«  

vom Theaterlabor Bielefeld (2020)

 Im Rahmen des Projekts „Grenzgänge“ geht das Theaterlabor Bielefeld auf Abwege zwischen Stadt und Land und nimmt dabei Zuschauer virtuell mit. Ab dem 29. Mai werden die Künstler:innen an vier Terminen jeweils an einem anderen Ort der Bielefelder Stadtgrenze auftauchen und die Zuschauer per Livestream an kunstvollen Experimenten zu den Grenzen des Theaters teilhaben lassen. Wir sind live vor Ort, treffen Expert:innen und greifen deren Expertise spielerisch auf. Ein Technik- und Filmteam sorgt für beste Übertragungsqualität ins Internet und eine kompetente Moderation weist den Weg in ein Theatererlebnis, das bislang bekannte Grenzen überschreitet. So halten wir Abstand und sind doch ganz nah dran.

Beginn der Livesendungen ist jeweils 18:00 Uhr, die Sendungen dauern etwa 20 bis 30 Minuten.
Termine: 29.05. // 05.06. // 12.06. // 19.06. 

Aufnahme: Theaterlabor Bielefeld 

»Reflection«  

von Isabelle Schad (2019)

Körper, die aus Vielen gemacht sind, brechen auseinander, zerfallen in ihre Einzelglieder und schieben sich wieder zusammen. Mit „Reflection“ schließt die Berliner Choreografin Isabelle Schad ihr fünfjähriges choreografisches Projekt über kollektive Körper ab. Von der Utopie der Gemeinschaft „Collective Jumps“ zur Analogie der Natur in „Pieces and Elements“ konzentriert sich „Reflection“ auf die Kräfte, die uns bewegen, und auf die Bedeutung der Singularität, andere zu bewegen. Die Performer*innen verhandeln das Theater als sozialen Versammlungsort, als Reflexion über Leben, Verwandlung (und Tod), als eine Apparatur, deren Motoren mit der Biomechanik und Bewegung des menschlichen Körpers interagieren. Suggeriert wird dabei ein Gefühl der Dringlichkeit, ein Gefühl von Körpern, die ständig „arbeiten“, gewillt, die kollektiven und individuellen Strategien aufzuspüren, die wir brauchen, um zu existieren, zu koexistieren, zu bestehen. „Reflection“ ist eine tiefgründige und vielschichtige Bewegungsrecherche, die verschiedene Formen körperlicher Ko-Existenz und Körper-Subjektivitäten auf der Bühne untersucht – vielleicht auch ein Entwurf für eine Möglichkeit miteinander zu leben. Schad wurde 2019 für ihre herausragende künstlerische Entwicklung im zeitgenössischen Tanz im Rahmen des Deutschen Tanzpreises geehrt.

Aufnahme: Dieter Hartwig