Veranstaltungsangebote 

 

11 - 17 Uhr | 15.10.2022 | St. Pauli Salon Dresden 

WERKEN IX: Handwerk Grafik

Workshop-Leitung: Bernd A. Hartwig
 
Ausgehend von der Frage „Was ist ein gutes Plakat?“, gehen wir dem komplexen Thema auf den Grund, wie grafische Gestaltung beschaffen sein muss, damit sie wirkt. Die Wechselwirkung von Wort und Bild, wird in gemeinsamen Übungen ausprobiert. Anhand von Praxisbeispielen aus verschieden Bereichen der Kultur werden praxiserprobte Workfows von der ersten Idee bis zum fertigen Print- oder Online-Produkt vorgestellt. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie die Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden und Grafiker:innen aussehen kann. Checklisten, wie z.B. für Gestaltungs-Briefings und die Frage, was Gestaltung kostet wird erörtert. 

 

Bernd A. Hartwig ist 1. Grafiker der Semperoper Dresden und entwickelt dort unter anderem die visuellen Strategien für die Außenkommunikation. Mehr als 10 Jahre hat er als freier Grafiker das inclusive Festival der Multiplolarkultur Sommerblut in Köln begleitet. Für die internationale, interdisziplinäre und mixed abled Performanceplattform „Un-Lable“ entwickelte er das Erscheinungsbild und gestaltete diverse Plakate, Broschüren und Handbücher. Grafische Projekte u. A. für „Die Zeit“, den Kölner Dom die Deutsche Welthungerhilfe und diverse Fashionbrands gehören ebenso zu seinem Portfolio, wie die Gestaltung für kleine Ausstellungsräume, Konzerte und Independent-Theaterproduktionen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit "Kreatives Sachsen".


Anmeldung an: freie-szene@soziokultur-sachsen.de


#pros #beginners #students #amateurs #theatres


08. November 2022 | 19 - 21 Uhr | Schaubühne Lindenfels | Hybrid 

Eine Reihe Interdisziplinäres #5 – Interkulturelle Öffnung 

Referent: Dr. Mark Terkessidis 

Die Reihe „Interdisziplinäre Kunst“ verhandelt die Praxis des interdisziplinär vernetzten Arbeitens im Theater. Wissenschaftliche Ansätze und Technologien werden miteinbezogen sowie verschiedene künstlerische Disziplinen miteinander verschränkt und zusammen präsentiert und diskutiert, um Ideen für ein Theaters der Zukunft zu entwerfen. 

Das „Theater der Zukunft“ verhandelt als eine seiner vielen Aufgaben auch das Thema „Interkulturelle Öffnung“. In den alten Bundesländern sind in allen Städten die Kinder mit Migrationshintergrund bei den Unter6jährigen in der Mehrheit. Zwei Drittel sind es in wirtschaftsstarken Städten, wie Frankfurt oder Stuttgart. Anstatt in die Zukunft zu schauen, so Referent Mark Terkessidis, konzentriere sich die hiesige Debatte zu sehr auf die angeblichen Defizite der ‚Hinzugekommenen‘. Seiner Meinung nach brauche es einen Perspektivwechsel. Die eigentliche Frage laute: Sind unsere Firmen, Organisationen und Institutionen „fit“ für die Vielheit unserer Gesellschaft? 

Wie können sich Organisationen aufstellen, gleich ob Kollektive, Einzel-Künstler:innen mit Produktionsteam oder andere Kulturbetriebe, so dass „Diversity“ nicht nur ein Begriff bleibt, sondern auch ein echtes Konzept dahinter steckt – ein „Vielheitsplan“? 

Referent Mark Terkessidis zeigt in seinem Vortrag, wie die Umsetzung gelingen kann.
Diskriminierung und Rassismus sind zentrale Themen, die bei der Umsetzung eines Planes nicht unberücksichtigt bleiben können und auch in seinem Vortrag von zentraler Bedeutung. Es handelt sich nicht um etwas, das ab und zu hochkocht, sondern konstant vom Kindergarten bis in den Job auftritt. Aber es geht nicht darum, die „bösen Rassisten“ moralisch zu brandmarken, sondern die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. 

Mark Terkessidis ist freier Autor, arbeitet zu den Themen (Populär-)Kultur, Migration, Rassismus und gesellschaftlicher Wandel. Er wirkt als Redakteur der Zeitschrift „Spex“, Moderator für den WDR „Funkhaus Europa“, Fellow am Piet Zwart Instituut der Willem de Kooning Akademie Rotterdam und von 2012 bis 2017 Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen (HSG). 

Zahlreiche Beiträge in „tageszeitung“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Freitag“, „Literaturen“, „Texte zur Kunst“, etc. sowie für den „Westdeutschen Rundfunk“ und „DeutschlandFunk“ sind kontinuierlich zu verfolgen. Seine letzten Buchveröffentlichungen sind: „Interkultur“ (2010), „Kollaboration (2015, bei edition Suhrkamp), „Nach der Flucht. Neue Vorschläge für die Einwanderungsgesellschaft“ (2017, Reclam), „Wessen Erinnerung zählt. Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute“ (2019, Hoffmann & Campe), „Das postkoloniale Klassenzimmer“ (2021, Aktion Courage); im Erscheinen: Hg. mit Natalie Bayer: „Die postkoloniale Stadt lesen. Historische Erkundungen in Friedrichshain-Kreuzberg“ (2022, Verbrecher). 

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Schaubühne Lindenfels.
 
 Anmeldung an: freie-szene@soziokultur-sachsen.de 

 

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